DIHK kritisiert Konjunkturpaket: "Klare Schwerpunkte fehlen"
Berlin (Reuters) - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat das zweite Konjunkturprogramm der Bundesregierung kritisiert.
"Es werden viele kleine Impulse gesetzt: Überall ein bisschen, aber nichts richtig", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Dienstag zu Reuters. "Es wäre besser gewesen, klare Schwerpunkte zu setzen." Notwendig wäre vor allem eine kräftige Senkung der Steuern und Abgaben gewesen. Positiv seien hingegen die geplanten Investitionen.
Einen Deutschlandfonds lehnte Wansleben ab. "Wir brauchen keinen Staat, der glaubt, der bessere Banker oder Manager zu sein, indem er Kredite vergibt und sich an Unternehmen beteiligt", sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer.
Die Koalition hatte sich in der Nacht auf ein zweites Konjunkturpaket im Volumen von rund 50 Milliarden Euro geeinigt. Das schuldenfinanzierte Maßnahmenbündel soll in diesem und im kommenden Jahr die Konjunktur ankurbeln.
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