US-Börsen im Plus - Coca-Cola und McDonalds gefragt

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 18:56 Uhr
 

New York (Reuters) - Die US-Börsen haben am Mittwoch trotz anhaltender Konjunktursorgen zugelegt.

Zwar drückten schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt und düstere Unternehmensausblicke weiter auf die Stimmung. Anleger griffen deshalb aber vor allem bei vermeintlich sicheren Werten wie dem Getränkehersteller Coca-Cola oder der Hamburger-Kette McDonalds zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum Mittag um 0,3 Prozent auf 8445 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,4 Prozent auf 852 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,9 Prozent auf 1463 Punkte.

Viele Anleger waren zunächst geschockt von dem extrem schwachen Arbeitsmarktbericht der Agentur ADP. "Der ADP-Bericht ist der Grund, warum der Markt im Minus geöffnet hat und warum sich Anleger defensiven Werten zuwenden", sagte Analyst Peter Jankovskis von OakBrook Investments. Im Zuge der Finanzkrise haben die Firmen in den USA im November deutlich mehr Stellen abgebaut als erwartet. Dem Bericht zufolge nahm die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 250.000 Stellen ab. Das ist das größte Minus seit November 2001. Auch im Oktober fielen bereits deutlich mehr Stellen weg als zunächst angenommen. Am Freitag will die US-Regierung die Arbeitsmarktzahlen für November veröffentlichen. Der Markt sei daher sehr nervös, sagte Jankovskis.

Kräftige Gewinne verbuchten die Titel der Constellation Energy Group: Sie schossen 13 Prozent in die Höhe. Der französische Atomkraftriese Electricite de France bot am Mittwoch insgesamt 5,1 Milliarden Euro für einen 50-Prozent-Anteil an der Nuklearsparte des Unternehmens. Einen ersten Versuch hatte EDF im Oktober wegen der Kreditklemme auf den Finanzmärkten wieder aufgegeben. Constellation Energy wird auch vom US-Milliardär Warren Buffett umworben.

Zu den größeren Gewinnern gehörten auch die Anteilsscheine von Coca-Cola und McDonalds, die über vier beziehungsweise drei Prozent zulegten. Auf den Einkaufszetteln der Investoren standen auch Biotechnologiewerte wie Gilead Sciences, die 3,6 Prozent stiegen. Anleger spekulierten darauf, dass die Aussichten für das Unternehmen unter dem neuen Präsidenten Barack Obama steigen könnten.

Nachdem der Netzwerkausrüster Cisco an seiner langfristigen Umsatzprognose festhielt und derzeit keine Stellenstreichungen plane, legten die Papiere drei Prozent zu. Im Schlepptau drehten auch die Aktien des BlackBerry-Herstellers Research in Motion ins Plus. Zuvor hatte das Unternehmen seine Erwartungen für das dritte Geschäftsquartal heruntergeschraubt und damit die Papiere auf Talfahrt geschickt.