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Ausland | Donnerstag, 17. Januar 2013, 13:05 Uhr

TV: Einige Geiseln in Algerien müssen Sprengstoff-Gürtel tragen

Paris Einige der entführten Ausländer in Algerien müssen einem Fernsehbericht zufolge Sprengstoffgürtel tragen.

Die Entführer seien schwer bewaffnet und drohten damit, die Einrichtungen an dem Gasfeld in die Luft zu sprengen, wenn das algerische Militär einen Befreiungsversuch starte, sagte eine der Geiseln France 24 am Mittwochabend dem Sender zufolge. "Sie haben die beiden Anlagen gleichzeitig angegriffen. Sie sind hineingegangen und haben alle zusammengetrieben, sobald es hell wurde", sagte der Mann in einem Ausschnitt eines Telefongesprächs, das am Donnerstag gesendet wurde.

Die islamistischen Angreifer hatten die Anlagen an dem Gasfeld vor Sonnenaufgang am Mittwoch gestürmt und halten nach eigenen Angaben 41 Ausländer als Geiseln, darunter US-Bürger, Japaner und Europäer. Das sei eine Vergeltung dafür, dass Algerien Frankreich Überflugrechte bei dessen jüngster Intervention im Nachbarland Mali gewährt habe. Die französische Regierung hat sich noch nicht dazu geäußert, ob und wie viele Franzosen unter den Geiseln sind. Nach Informationen des Radiosenders Europe 1 könnten vier Franzosen festgehalten werden.

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