Ausland | Donnerstag, 17. Januar 2013, 15:17 Uhr

Agentur - Geiseln und Entführer in Algerien getötet

Nouakchott Bei einem Angriff der algerischen Luftwaffe auf islamistische Geiselnehmer sind einem Agenturbericht zufolge 34 Geiseln und 14 Entführer getötet worden.

Wie die mauretanische Nachrichtenagentur ANI meldete, drohte ein Sprecher der Kidnapper, auch die restlichen Geiseln würden getötet, wenn die Armee anrücke. Die Agentur hat enge Kontakte zu den Geiselnehmern.

Ein Anwohner sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es gebe viele Tote. Das Militär habe Fahrzeuge der Geiselnehmer zerstört. ANI zufolge beschossen algerische Kampfhubschrauber die Erdgasanlage, in der islamistische Kämpfer Dutzende algerische und ausländische Arbeiter als Geiseln festhalten.

Die Islamisten hatten am Mittwoch die Förderanlage gestürmt. Ihre Aktion sei eine Vergeltung für die Unterstützung der französischen Militäraktion in Mali durch Algerien, erklärten sie. Das Land hatte den französischen Kampfflugzeugen Überflugrechte eingeräumt. Die Geiselnehmer verlangen ein Ende der französischen Militäraktion sowie freien Abzug mit ihren Gefangenen.

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