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Ausland | Donnerstag, 17. Januar 2013, 09:09 Uhr

Agentur: Islamisten in Algerien verhindern Geiselbefreiung

Nouakchott Die Entführer der zahlreichen Ausländer in Algerien haben einer Agenturmeldung zufolge eine Stürmung der Anlage verhindert, in der sie ihre Geiseln festhalten.

Die schwer bewaffneten Islamisten hätten nach eigenen Angaben ein Eindringen der algerischen Armee auf das Gelände an dem Gas-Feld zurückgeschlagen, berichtete die mauretanischen Agentur ANI. Es habe einen Schusswechsel mit den Soldaten gegeben und die Truppen der Regierung hätten sich zurückziehen müssen. Den Angaben der Islamisten zufolge hätten sich Dutzende von ihnen mit den Geiseln verschanzt und seien mit leichten und schweren Waffen ausgerüstet, darunter Mörsergranaten.

Die Islamisten hatten zuvor erklärt, sie hätten 41 Ausländer in der Gewalt. Das sei eine Vergeltung dafür, dass Algerien Frankreich Überflugrechte bei dessen jüngster Intervention in Nachbarland Mali gewährt habe. Wie hoch die Zahl der Geiseln tatsächlich ist, ist bislang offen. Norwegen hat offiziell von 13 Bürgern des Landes in der Hand der Entführer gesprochen, die USA hatten keine Zahl genannt, sondern lediglich erklärt, US-Bürger seien betroffen. Bei dem Angriff der Rebellen am Mittwochmorgen wurden Medienberichten zufolge auch drei Menschen getötet, darunter ein Franzose und ein Brite.

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