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EU-Außenminister mahnen bei Brexit-Gesprächen zur Eile
19. Juni 2017 / 08:49 / vor einem Monat

EU-Außenminister mahnen bei Brexit-Gesprächen zur Eile

Gelesen in 2 Minuten

Brazil's Foreign Minister Aloysio Nunes (L), Russia's Foreign Minister Sergey Lavrov (2nd L), South Africa's Foreign Minister Maite Nkoana-Mashabane (2nd R), Indian Minister of External Affairs Vijay Kumar Singh (R) and China's Foreign Minister Wang Yi (C) attend a news conference during the BRICS Foreign Ministers meeting in Beijing, China June 19, 2017.Wang Zhao/Pool - RTS17MYL

Brüssel/Luxemburg (Reuters) - Unmittelbar vor Beginn der Brexit-Verhandlungen haben mehrere EU-Außenminister zur Eile in den Gesprächen aufgerufen.

"Es ist jetzt ein Jahr, dass dieses Referendum stattgefunden hat", sagte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn mit Blick auf die britische Entscheidung für einen EU-Austritt im Juni 2016. "Die Zeit läuft davon." Man müsse den in den EU-Verträgen festgesetzten Tag des Brexits Ende März 2019 im Blick haben. Bei der ersten Verhandlungsrunde am Montag in Brüssel werde es nach seiner Einschätzung zunächst nur ein Abtasten beider Seiten geben.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz sagte vor dem regulären Treffen mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg: "Man darf diesen Zustand, der im Moment herrscht, nicht ewig in die Länge ziehen, sondern der Brexit muss abgewickelt werden." Er werde sich für eine Lösung einsetzen, die es weniger attraktiv mache, außerhalb der EU zu sein als innerhalb.

Der britische Außenminister Boris Johnson, der vehement für den Abschied seines Landes aus der EU geworben hatte, sagte, man müsse in die Zukunft schauen. Es gehe um "die tiefe und besondere Partnerschaft, die wir mit unseren Freunden bilden wollen".

EU-Chefunterhändler Michel Barnier und der britische Brexit-Minister David Davis wollten die Verhandlungen in Brüssel noch am Vormittag aufnehmen. Am frühen Abend war eine Pressekonferenz der beiden geplant. Barnier will die Verhandlungen bis spätestens Herbst 2018 abschließen, da alle EU-Staaten, die nationalen Parlamente und das EU-Parlament die Einigung absegnen müssen, um Großbritannien einen geregelten Austritt aus der Staatengemeinschaft zu ermöglichen.

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