Markte | Donnerstag, 8. November 2012, 09:02 Uhr

Sorgen wegen US-Schulden belasten Märkte in Fernost

Tokio Die Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag Verluste verbucht.

Anleger fürchteten, dass der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama auf erheblichen Widerstand im gespaltenen Kongress bei seinen Bemühungen zur Lösung der amerikanischen Haushaltsprobleme stoßen dürfte. Gleichzeitig tendierte der Yen fester, was japanische Exportwerte belastete.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,5 Prozent im Minus bei 8837 Zählern. Es war der niedrigste Stand seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,4 Prozent auf knapp 735 Punkte nach. Auch die Börsen in Hongkong, Shanghai, Singapur, Taiwan und Korea mussten Federn lassen. Der MSCI-Index für Aktien aus dem Asien-Pazifik-Raum mit Ausnahme Japans gab 1,1 Prozent nach.

Anleger fürchteten, dass die USA zurück in eine Rezession stürzen könnten, sollte die weltgrößte Volkswirtschaft bis Ende des Jahres nicht drohende automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen abwenden kann. Dazu muss eine Einigung im Kongress her, die als schwierig gilt, denn hier hat sich nach der Wahl am Dienstag an den Machtverhältnissen nichts geändert. Obamas Demokraten kontrollieren weiter den Senat, die Republikaner behalten die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Damit droht eines ähnliche Blockadehaltung wie in den vergangenen Jahren.

In Japan trugen zudem schwache Daten aus der Maschinenbaubranche zu Konjunktursorgen bei. Unter dem starken Yen litten vor allem die Titel von Unternehmen, deren Geschäft stark vom Export abhängt. Canon büßten 2,5 Prozent ein, Honda 3,5 Prozent und Toyota 2,6 Prozent. Der Euro lag bei 101,94 Yen, ein Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zum späten New Yorker Mittwochshandel. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,2765 Dollar.

X