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Markte | Dienstag, 21. Februar 2012, 18:03 Uhr

Schweizer Börse schliesst nach Gewinnmitnahmen schwächer

Zürich Die Schweizer Börse hat am Dienstag trotz der vorläufigen Rettung Griechenland vor einem Staatsbankrott etwas schwächer geschlossen.

Händler sagten, die Einigung mit Griechenland sei erwartet worden und habe daher den Markt wenig beeindruckt. Das Land befinde sich weiterhin in der Gefahrenzone. Daher hätten die Anleger die in jüngster Zeit erzielten Gewinne sichergestellt. Auch nach dem grössten Schuldenschnitt aller Zeiten sei Griechenland keineswegs über den Berg. Vielmehr müssten die Reformen und Massnahmen nun zügig umgesetzt werden. Und dabei gebe es eben Zweifel, hiess es.

Die Euro-Länder verständigten sich in der Nacht auf Dienstag auf Hilfen für Griechenland im Volumen von 130 Milliarden Euro. Die Privatinvestoren verzichten auf bis zu drei Viertel ihres Investments oder rund 130 Milliarden Dollar. In Argentinien waren es 2001 rund 87 Milliarden Dollar.

Der SMI schloss 0,08 Prozent schwächer bei 6238 Punkten. Der breite SPI fiel um 0,3 Prozent auf 5649 Zähler.

Die Finanzwerte verzeichneten mehrheitlich Verluste. UBS verloren 0,8 Prozent, Julius Bär sackten gar um 2,5 Prozent ab. Die Aktie von Credit Suisse büsste 0,2 Prozent ein. Bankaktien haben seit Jahresanfang zum Teil gegen 20 Prozent gewonnnen.

Unter den ebenfalls meist schwächeren Assekuranztiteln stachen die Anteile von Swiss Re mit einem Anstieg von 0,3 Prozent heraus. Händler sagten, im Markt werde erwartet, dass der Rückversicherer am Donnerstag ein besser als erwartetes Ergebnis vorlegt.

Bei den Papieren weniger konjunkturabhängiger Firmen neigten Nestle zur Schwäche, während Novartis 1,3 Prozent zulegten.

Gewinnmitnahmen belasteten die Aktien zyklischer Firmen. ABB büssten 1,3 Prozent ein. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns litten laut Händlern unter negativen Analystenkommentaren.

Die Sulzer-Aktien sanken um 1,1 Prozent. Der Anlagenbauer hat einen neuen Chef. Der frühere MAN-Manager Klaus Stahlmann wird ab sofort Konzernchef. Sulzer legt am Donnerstag den Jahresbericht vor.

Die Anteile von Schindler gewannen 1,1 Prozent. Der Lift- und Rolltreppenbauer hat 2011 wegen Restrukturierungskosten zwar einen um 14,1 Prozent tieferen Gewinn von 611 Millionen Franken erzielt. Im laufenden Jahr erwartet Schindler aber einen deutlich höheren Gewinn

Gute Ergebnisse und ein von Toyota auf 44 von 38 Franken je Aktie erhöhtes Übernahmeangebot liessen die Aktien von Uster um fünf Prozent auf 46,05 Franken steigen.

Eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs schob Burckhardt Compression um 4,8 Prozent nach oben.

Die Aktien von Meyer Burger verloren dagegen 2,5 Prozent. Sie waren am Vortag sechs Prozent gestiegen. Dagegen machten Transocean einen Teil der Vortagesverluste wieder wett.

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