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Schweizer Börse tritt am Verfalltag auf der Stelle
17. März 2017 / 08:54 / in 4 Monaten

Schweizer Börse tritt am Verfalltag auf der Stelle

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Zürich, 17. Mrz (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Freitag im frühen Handel kaum bewegt. Bisher werfe der Hexensabbat keine höheren Wellen, sagte ein Händler. "Wegen des Futures-Verfalls waren die Umsätze im Opening recht gut." Jeweils zum Quartalsende laufen sowohl Optionen als auch Futures auf Aktien und Indizes aus, was zu höheren Umsätzen und teilweise heftigen Kursausschlägen führen kann. "Es sieht ganz nach der nächsten Konsolidierung auf wieder etwas höherem Niveau aus", sagte ein anderer Börsianer. Der SMI notierte mit 8663 Punkten eine Spur tiefer. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,3 Prozent abgebröckelt.

Kursbewegende Impulse könnten von dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer (G20) am Freitag und Samstag im deutschen Baden-Baden Impulse ausgehen.

Bei den Bluechips überwogen die Gewinner. Die Kursausschläge blieben allerdings meist unter einem halben Prozent. Dabei setzten sich mit den Aktien des Zementkonzerns LafargeHolcim, dem Personalvermittler Adecco und der Sanitärfirma Geberit zyklische Werte an die Spitze der Gewinner. Die stärksten Abschläge verzeichneten die Anteile des Luxusgüterherstellers Richemont, des Aromen- und Riechstoffherstellers Givaudan und des Lebensmittelmultis Nestle.

Händler sagten, die Notenbank-Ereignisse der Vortage wirkten bei den Finanzwerten noch etwas nach. Die Anleihenrenditen zogen leicht an, was den Finanzwerten eine gute Stütze gebe. Die US-Notenbank Fed hatte am Mittwochabend die Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte erhöht und signalisiert, dass sie nun behutsam vorgehen werde.

Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS sowie der Versicherer Swiss Life und Zurich waren etwas höher bewertet. Swiss Re waren unverändert.

Bei den als wenig konjunkturanfällig geltenden Pharmawerten tendierten Roche etwas freundlicher und Novartis waren unverändert.

Bei den Nebenwerten standen die Aktien von AMS im Blickfeld der Anleger. Die österreichische Technologiefirma übernimmt den amerikanischen Sensorhersteller Princeton Optronics. AMS bezahlt vorab 53,3 Millionen Dollar in bar. Dazu kommen weitere Zahlungen, die von den Umsätzen 2017 und 2018 abhängen. Princeton Optronics erwirtschaftet mit 37 Beschäftigten zur Zeit einen Umsatz von rund zehn Millionen Dollar und ist profitabel. Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb der kommenden sechs Monate erwartet. Frühe Kursgewinne schmolzen aber rasch ab. "Die Übernahme tönt vielversprechend, aber sie ist womöglich etwas teuer", sagte ein Händler.

Vontobel stiegen um zwei Prozent. UBS hat die Aktien des Vermögensverwalters auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft.

Bachem stiegen um 1,3 Prozent. Der Peptidhersteller hat den Reingewinn 2016 mit der Unterstützung von Währungseffekten um 29,4 Prozent auf 41,2 Millionen Franken gesteigert und damit die Markterwartungen übertroffen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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