21. März 2017 / 09:01 / vor 7 Monaten

Schweizer Börse wenig verändert - Banken auf Erholungskurs

Zürich, 21. Mrz (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Dienstagvormittag kaum bewegt. Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost seien nicht richtungsweisend, sagten Händler. Zudem sei die Erleichterung über den erfolgreichen Auftritt des Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron bei der ersten TV-Debatte im französischen Wahlkampf durch den damit verbundenen schwächeren Dollar wieder getrübt worden, hiess es.

Der SMI notierte mit 8698 Punkten praktisch auf dem Schlusskurs vom Vortag. Am Montag hatte der Leitindex ebenfalls nahezu unverändert geschlossen.

Einer Umfrage zufolge hatte der frühere Wirtschaftsminister Macron die Zuschauer am meisten überzeugt. Darauf zog der Euro etwas an. Dadurch schwächte sich der Dollar ab, was die Wettbewerbschancen der stark exportorientierten Schweizer und europäischen Firmen auf dem Weltmarkt beeinträchtigt.

Die Märkte befänden sich in einer Konsolidierungsphase. “Und die könnte durchaus noch etwas anhalten”, sagte ein Händler. “Wer sich dabei grössere Umschichtungen (aus den USA) in den europäischen Markt erhofft hat, wird leider ebenfalls enttäuscht. Von Dynamik ist weit und breit nichts zu sehen.”

Bei den Standardwerten stachen die Aktien der Banken positiv heraus. Die Anteile von Credit Suisse stiegen um 0,7 Prozent und UBS legten 0,8 Prozent zu. Die beiden Grossbanken machten einen Teil der Vortagesabschläge wett, die sie unter anderem im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung der Deutschen Bank verbucht hatten.

Ein unerwartet starker Rückgang der Uhrenexporte im Februar machte den Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch nur kurzzeitig zu schaffen. Sie erholten sich aber rasch wieder von den anfänglichen Verlusten von rund einem Prozent. Die Ausfuhren von Zeitmessern aus der Schweiz gingen real um 7,8 Prozent zurück. Dies sei zwar schlechter als erwartet, aber ein einzelner Monat dürfe bei den Uhrenexporten nicht überbewertet werden, so die ZKB.

Keine stärkeren Kursausschläge gab es bei den Versicherungsaktien und den Anteilen zyklischer Firmen. Die als krisensicher geltenden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche sowie der Lebensmittelkonzern Nestle schwächten sich um ein Viertelprozent ab.

Grössere Ausschläge verzeichneten Aktien aus der zweiten Reihe. Die Papiere von Partners Group kletterten nach der Bilanzvorlage um vier Prozent nach oben. Der Vermögensverwalter hat den Gewinn 2016 stärker als von Analysten erwartet um 41 Prozent auf den Rekordwert von 558 Millionen Franken gesteigert. Die Dividende soll auf 15 von 10,50 Franken pro Aktie angehoben werden.

Nach einer kräftigen Dividendenerhöhung griffen die Anleger nach den Aktien des Glasverpackungsherstellers Vetropack. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Till Weber)

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below