Reuters logo
vor 12 Tagen
Schweizer Anleger bleiben vorsichtig - Ergebnisse im Fokus
10. August 2017 / 08:14 / vor 12 Tagen

Schweizer Anleger bleiben vorsichtig - Ergebnisse im Fokus

Zürich, 10. Aug (Reuters) - Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea hat auch am Donnerstag die Schweizer Börse in Schach gehalten. Die Anleger verhielten sich vorsichtig und konzentrierten sich auf Aktien von Firmen, die Ergebnisse veröffentlicht hätten, sagten Händler. "Trotz des starken Kursrückgangs vom Mittwoch wagt sich keiner vor und greift so richtig zu", sagte ein Börsianer. Zu unsicher sei die politische Lage. Der SMI notierte mit 9041 Punkten um 0,15 Prozent höher als am Vortag, als der Leitindex um 1,5 Prozent gefallen war.

Die Regierung in Pjöngjang will bis Mitte August einen Einsatzplan für den Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorlegen. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte, dass das Vorgehen der Regierung in Pjöngjang zu ihrem eigenen Ende und zur Vernichtung ihrer Bevölkerung führen könnte.

Abgesehen von der Politik richteten die Anleger ihren Blick auf die zahlreichen Quartalsberichte. Die Aktien des Personalvermittlers Adecco brachen um fast fünf Prozent ein. Der Weltmarktführer steigerte den Gewinn im zweiten Quartal um ein Prozent auf 192 Millionen Euro und erfüllte damit die Schätzungen der Analysten nur knapp. Mit fünf Prozent Plus wuchs der Konzern im zweiten Quartal langsamer als erwartet und auch langsamer als die Konkurrenten Randstad und Manpower. "Das Wachstum hat enttäuscht", sagte ein Händler.

Etwas positiver beurteilt wurde der Zwischenbericht von Zurich Insurance. Die Aktie legte 0,3 Prozent zu. Der Versicherungskonzern erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn von 896 Millionen Dollar, 21 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt nur einen Nettogewinn von 790 Millionen Dollar prognostiziert.

Bei den Standardwerten hielten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage. Dabei fielen die Kursänderungen aber unter einem Prozent aus. Die Anteile des Prüfkonzerns SGS und die Papiere des Duft- und Aromaherstellers Givaudan verloren 0,6 Prozent. Die Scheine des Elektrokonzerns ABB fielen um 0,5 Prozent.

Die stärksten Gewinne bei den Bluechips verbuchten die Anteile der Grossbank UBS und des Vermögensverwalters Julius Bär mit plus 0,4 Prozent. Rivale Credit Suisse gewann 0,2 Prozent an Wert.

Die Aktien von Valiant stiegen um 0,5 Prozent. Die Regionalbankgruppe hat im ersten Halbjahr den Reingewinn um ein Prozent auf 52,2 Millionen Franken gesteigert. Das Ergebnis sei wie erwartet. Valiant seien wegen ihrer Stabilität eine gute Alternative für eine Anlage in erstklassigen Anleihen, sagte ein Händler.

Bei den Marktschwergewichten rückten die Pharmatitel Novartis und Roche um 0,3 Prozent vor. Der Lebensmitteltitel Nestle sank um 0,4 Prozent.

Am breiten Markt tendierten Aktien der Lagerlogistikfirma Kardex und des Bauzulieferers Arbonia niedriger. Beide Firmen hätten mit ihren Ergebnissen die Markterwartungen enttäuscht, sagte ein Händler.

Die Aktien von Basilea fielen um 0,6 Prozent. Der Arzneimittelhersteller hat im ersten Halbjahr den Verlust auf 20,6 Millionen Franken verringert von 27,9 Millionen Franken Fehlbetrag im gleichen Zeitraum 2016. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Christian Rüttger; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below