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Schweizer Börse geht auf Erholungskurs - Bilanzen im Blick
18. Oktober 2016 / 08:07 / vor 10 Monaten

Schweizer Börse geht auf Erholungskurs - Bilanzen im Blick

Zürich, 18. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag nach den Verlusten vom Montag zugelegt. Mit Unterstützung freundlicher Vorgaben aus Asien habe der Markt zu einer Erholung angesetzt, sagten Händler. Im Fokus der Anleger stünden die Geldpolitik und die Firmenbilanzen, die laufend veröffentlicht würden. "Die Anleger sind nervös und reagieren sofort, wenn die Ergebnisse nicht ihren Erwartungen entsprechen", erklärte ein Marktteilnehmer.

Der SMI legte 0,6 Prozent auf 8049 Zähler zu. Am Montag war der Leitindex um 1,1 Prozent gefallen.

Abgesehen von den Firmenergebnissen blicken die Marktteilnehmer auch auf die Zentralbanken und Konjunkturdaten. Das grösste Interesse gilt Händler zufolge dabei der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Es würden zwar keine Änderungen in der Geldpolitik erwartet. "Aber EZB-Chef Mario Draghi dürfte Signale über den weiteren Weg aussenden", sagte ein Händler.

Um 14:30 Uhr werden die US-Inflationszahlen veröffentlicht. Zudem legen die Grossbank Goldman Sachs und der Technologiekonzern Intel ihre Bücher offen.

In der Schweiz hat der Logistikkonzern Kühne + Nagel über das dritte Quartal berichtet: Der Reingewinn sank um 4,8 Prozent auf 177 Millionen Franken und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 188 Millionen Franken. Die Aktie büsste drei Prozent ein. Die Papiere von Konkurrent Panalpina stiegen dagegen rund ein Prozent.

Eine Gewinnwarnung des französischen Konkurrenten Bureau Veritas drückte die Aktie des Prüfkonzerns SGS um 1,9 Prozent ins Minus.

Dagegen perlten enttäuschende Ergebnisse der britischen Luxusmodefirma Burberry am Aktienkurs von Richemont ab. Richemont legten um 0,5 Prozent zu. Die Anteile von Swatch zogen leicht an. Burberry sackten in London dagegen um fast sechs Prozent ab.

Der französische Milchverarbeiter Danone ist im dritten Quartal zwar langsamer gewachsen. Die Margen würden 2016 dennoch am oberen Ende der Prognosen ausfallen, teilte der Konzern mit. Die Aktie drehte nach einem schwachen Start deutlich in die Gewinnzone. Nestle legten 0,5 Prozent zu. Die Papiere der kleineren Schweizer Rivalen Emmi und Hochdorf zogen nur leicht an.

Die Aktien der Banken holten die Vortageseinbussen auf. Credit Suisse stiegen um 1,9 Prozent und UBS gewannen 1,3 Prozent. Auch die Assekuranzwerte tendierten meist etwas höher.

Die Papiere der als krisenresistent geltenden Schwergewichte Novartis und Roche rückten um 0,3 Prozent vor.

Actelion stiegen um 0,6 Prozent. Der Biotechkonzern sucht einen Partner für den oralen Malariawirkstoff ACT-451840. Mehrere wissenschaftliche Berichte hätten das Interesse neu belebt. Actelion führe derzeit Gespräche, um einen Partner mit den entsprechenden Erfahrungen und Ressourcen zu finden und den Patienten den Zugang zu dieser Therapie zu eröffnen. Der Wirkstoff sei noch in einer sehr frühen Phase. "Wir haben den Wirkstoff noch nicht in unseren Schätzungen berücksichtigt", schrieb die ZKB.

Bei den zyklischen Firmen fielen die Aktien von LafargeHolcim mit einem Kursplus von zwei Prozent auf. ABB, Clariant und Geberit gewannen weniger als ein Prozent. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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