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Schweizer Börse steigt vor Opec-Entscheidung leicht
30. November 2016 / 09:02 / in einem Jahr

Schweizer Börse steigt vor Opec-Entscheidung leicht

Zürich, 30. Nov (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Mittwoch leicht fester gestartet. Vor der Opec-Entscheidung über eine Begrenzung der Ölfördermenge wollten sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sagten Händler. Auch der an den Finanzmärkten stark beachtete US-Arbeitsmarktbericht am Freitag und das Verfassungsreferendum in Italien am Wochenende stimmten die Marktteilnehmer vorsichtig. “Damit haben wir genügend Ausreden, um nichts zu tun”, sagte ein Händler. Der SMI rückte 0,1 Prozent auf 7855 Punkte vor. Am Dienstag war der Leitindex um 0,3 Prozent gestiegen.

Weiterhin im Zentrum des Interesses stand Actelion. Nach dem Kurssprung am Vortag um zehn Prozent schwächte sich Aktienkurs um 2,6 Prozent ab. Der US-Konzern Johnson & Johnson greift Insidern zufolge nach Actelion. Der in New Jersey ansässige Pharma- und Konsumgüterkonzern habe ein Angebot erhöht, um sich die Zustimmung von Actelion Europas grösster Biotech-Firma zu einer Übernahme zu sichern, wie eine mit der Sache vertraute Person am Dienstag zu Reuters sagte. Die Agentur Bloomberg hatte berichtet, dass Actelion ein erstes Angebot von J&J in Höhe von 246 Franken je Aktie oder rund 26 Milliarden Dollar zurückgewiesen habe. “Wir erreichen allmählich ein Kursniveau, das die Actelion-Führung nicht einfach zurückweisen kann, ohne die Aktionäre gegen sich aufzubringen”, sagte ein Händler.

Die Aktien von BB Biotech zogen 0,2 Prozent an. Die Beteiligungsgesellschaft hält Actelion-Aktien, das Paket repräsentiert rund acht Prozent der Vermögenswerte.

Von den beiden Pharma-Schwergewichte legten die Novartis-Aktien 0,4 Prozent zu, während sich die Roche-Anteile um 0,1 Prozent abschwächten. Mit Nestle stieg ein weiteres Index-Schwergewicht um 0,2 Prozent.

Die Finanzwerte tendierten meist etwas fester. Die Aktien von Credit Suisse und UBS rückten jeweils 0,2 Prozent vor. Auch Versicherungstitel zogen an.

Anteile zyklischer Firmen tendierten mehrheitlich ebenfalls fester, bei meist kleinen Kursausschlägen. Die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch stiegen um je 1,5 Prozent.

Am breiten Markt zeigten die Titel von Meyer Burger erneut einen volatilen Kursverlauf. Am Freitag entscheiden die Aktionäre das Solar-Austrüsters über eine Kapitalerhöhung zur Sanierung der Firma.

Gewinnmitnahmen drückten die Cosmo-Aktien mit knapp 2,5 Prozent ins Minus. Die Aktien der Pharmafirma sind dieses Jahr nach mehreren positiven Produktnachrichten kräftig gestiegen.

Bei Oerlikon und Schmolz+Bickenbach sorge der Rücktritt von Hans Ziegler aus den Verwaltungsräten für Verunsicherung, hiess es. Der Anlagenbauer und der Stahlproduzent begründeten das sofortige Ausscheiden des langjährigen Verwaltungsratsmitglieds in fast gleichlautenden Mitteilungen mit nicht näher erläuterten Untersuchungen gegen Ziegler. Oerlikon sanken um 0,3 Prozent und Schmolz+Bickenbach büssten 1,5 Prozent ein. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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