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Schweizer Börse gibt nach - Anleger bleiben auf der Hut
1. Dezember 2016 / 09:47 / vor 10 Monaten

Schweizer Börse gibt nach - Anleger bleiben auf der Hut

Zürich, 01. Dez (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag den Rückzug angetreten. Neutrale Vorgaben aus den USA und das bevorstehende Verfassungsreferendum in Italien sowie die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag lieferten keine Kaufanreize, sagte ein Händler. Die Anleger seien vielmehr vorsichtig und daher bröckelten die Kurse leicht ab. Der SMI notierte mit 7797 Punkten um ein Prozent tiefer. Am Mittwoch hatte der Leitindex im Sog der anziehenden Ölpreise um 0,4 Prozent zugelegt.

Die im Laufe des Tages erwarteten Konjunkturzahlen könnten das Geschehen zumindest kurzzeitig beeinflussen. Veröffentlicht werden Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus Europa und den USA. Zudem dürften die Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die Auftritte mehrerer führender US-Notenbanker richten, von denen sie sich Hinweise auf das Tempo der geplanten Fed-Zinserhöhungen erhoffen. Eine erste Zinserhöhung wird von den meisten Analysten im Dezember erwartet.

Die Aktien von Actelion legten nach dem wilden Auf und Ab der vergangenen Tage eine Pause ein und notierten um 0,2 Prozent leichter. Die Aktie hat seit vergangener Woche wegen Übernahmespekulationen rund ein Drittel an Wert gewonnen. Am Mittwoch resultierte ein Minus von über sechs Prozent. Ein Sprecher des Biotechnologiekonzerns hatte am Vorabend eine Stellungnahme zu einem Bericht abgelehnt, wonach Actelion ein Übernahmeangebot von Johnson & Johnson zurückgewiesen habe.

Die Aktien von Syngenta legten ein Prozent zu und zählten zu den wenigen Gewinnern im Standardwerteindex. ChemChina will mit Hilfe eines Fonds fünf Milliarden Dollar aufnehmen, um damit einen Teil der Syngenta-Übernahme zu finanzieren, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen zur Reuters-Publikation Basis Point. Der Fonds solle sich an Syngenta beteiligen. Damit könnte ChemChina die Verschuldung infolge der 43 Milliarden Dollar schweren Übernahme verringern.

Ebenfalls fester waren die Anteile von Geberit. Konzernchef Christian Buhl sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP, das Geschäft laufe weiterhin gut.

Die schwergewichtigen Papiere aus dem Pharma- und Lebensmittelbereich büssten kräftig Terrain ein. Novartis sanken um ein Prozent. Rivale Roche büsste 1,6 Prozent ein und Nestle sanken um 1,5 Prozent. Damit waren rund 80 Prozent der Kursverluste diesen drei Werten geschuldet.

Die Aktien der Banken zeigten sich uneinheitlich. Die Papiere der Credit Suisse kletterten um 1,8 Prozent nach oben. Die Anteile der Rivalin UBS ermässigten sich um 0,3 Prozent. Die Einbussen der Assekuranzwerte fielen geringer als ein Prozent aus.

Die Aktien zyklischer Firmen tendierten bei meist geringen Kursausschlägen uneinheitlich. ABB, VAT und Rieter legten zu. Die Aktien von Clariant, LafargeHolcim und Richemont büssten Terrain ein.

Am breiten Markt fielen Technologiewerte mit grösseren Kursausschlägen auf. Die Aktien von U-blox gewannen zwei Prozent. Logitech schwächten sich um 2,2 Prozent ab. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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