2. Dezember 2016 / 07:27 / vor 10 Monaten

Schweizer Börse wird vor US-Jobdaten schwächer erwartet

Zürich, 02. Dez (Reuters) - Die Schweizer Börse wird zum Wochenschluss schwächer erwartet. Vor dem stark beachteten US-Arbeitsmarktbericht am Freitagnachmittag und dem Verfassungsreferendum in Italien am Wochenende dürften sich die Anleger zurückhalten, sagten Händler. Zudem sind die Vorgaben von den Märkten in Asien negativ und an der Wall Street hatten sich die Kurse nach Handelsschluss in Europa kaum noch bewegt.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,1 Prozent tiefer mit 7772 Punkten. Der SMI-Future sank um 0,2 Prozent auf 7740 Zähler. Am Donnerstag war der Leitindex um 1,2 Prozent gefallen.

Experten rechnen in den USA mit 175.000 neuen Stellen ausserhalb der Landwirtschaft. Von der monatlichen Jobstatistik der US-Regierung erhoffen sich Investoren Hinweise darauf, wie rasch die Notenbank die Zinsen anhebt. Derzeit erwarten sie einen Fed-Schritt Mitte Dezember und zwei weitere Anhebungen im kommenden Jahr.

Der Rückversicherer Swiss Re hält an seinen Zielvorgaben fest. Im Schnitt soll die Eigenkapitalverzinsung mindestens 700 Basispunkte über der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegen, wie der Konzern am Freitag vor einer Investorenveranstaltung mitteilte. Die Dividenden sollen langfristig mit dem Gewinn steigen oder zumindest stabil gehalten werden. Zudem soll Kapital, dass nicht fürs Geschäft benötigt wird, an die Eigentümer zurückgezahlt werden.

Meyer Burger hat vor der ausserordentlichen Generalversammlung die Konditionen für die geplante Kapitalerhöhung bekanntgegeben. Der Ausrüster der Solarindustrie will bis zu 456,9 Millionen neue Aktien zu 0,36 Franken ausgeben. Die Bezugsrechte sollen von 7. bis 13. Dezember gehandelt werden können. Die Transaktion steht unter der Bedingung, dass mindestens ein Bruttoerlös von 160 Millionen Franken erzielt wird. Zudem hat der Solar-Ausrüster einen Hypothekarkredit über 30 Millionen Franken und eine Garantiefazilität über 60 Millionen Franken für je drei Jahre vereinbart. “Es gibt zwar eine starke Verwässerung, aber wenn die Aktionäre der Kapitalerhöhung zustimmen, dürfte die Firma damit über den Berg sein”, sagte ein Händler. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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