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Schweizer Börse setzt zu Erholung an - Dufry im Aufwind
19. Mai 2017 / 08:39 / vor 2 Monaten

Schweizer Börse setzt zu Erholung an - Dufry im Aufwind

Gelesen in 4 Minuten

Zürich, 19. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse hat nach den schwachen Vortagen am Freitag zugelegt. Nach den jüngsten Verlusten sei eine technische Gegenbewegung nicht aussergewöhnlich. "Dass es mal eine Atempause gebraucht hat, war nach dem Rekordlauf zu erwarten", sagte ein Händler. Wie stark sich die Kurse erholen, werde sich zeigen. "Vor dem Wochenende dürfte der Risikoappetit im Laufe des Tages eher wieder etwas abnehmen", sagte ein Börsianer.

Der SMI legte 0,5 Prozent auf 8986 Punkte zu. Am Donnerstag hatte der Leitindex 0,7 Prozent eingebüsst. Gegenüber der Vorwoche beträgt das Minus 1,5 Prozent. Zuvor war der Markt drei Wochen lang gestiegen.

In den vergangenen Tagen hatten politische Querelen um US-Präsident Donald Trump die Börsen rund um den Globus belastet. Ein Sonderermittler soll untersuchen, ob es geheime Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der Regierung in Moskau sowie eine Einflussnahme Russlands auf die Präsidentenwahl gab.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von Dufry. Die Meldung der Schweizer Börse SIX, dass sich der Luxusgüterhersteller Richemont mit fünf Prozent an dem Reisedetailhandelskonzern beteiligt hat, heizte am Markt die Übernahmespekulationen an und liess den Aktienkurs um sieben Prozent auf das Rekordhoch von 172,60 Franken steigen. Die chinesische Beteiligungsgesellschaft HNA, die bereits mehrere flugnahe Firmen aufgekauft hat, hält mehr als ein Fünftel an Dufry. Bei Richemont war keine Stellungnahme erhältlich. Die Richemont-Aktie legte 0,7 Prozent zu.

Die Anteile von Rivale Swatch gewannen ein Prozent.

Die Anteile der Banken, die am Vortag im Sog sinkender Anleihenrenditen unter Druck geraten waren, zogen an: Die Aktien der UBS gewannen 1,3 Prozent und Credit Suisse rückten um 0,3 Prozent vor. Julius Bär wurde um 0,8 Prozent höher bewertet. Die Versicherungswerte tendierten weniger als ein Prozent fester. Swiss Life rückten aber um 1,2 Prozent vor.

Bei den als krisenresistent geltenden Schwergewichten waren der Pharmatitel Roche und der Lebensmittelwert Nestle ein halbes Prozent im Plus. Novartis waren eine Spur leichter.

Die Aktien zyklischer Firmen rückten vor: ABB, SGS, Geberit und LafargeHolcim gewannen bis zu zwei Prozent.

Die Aktien von Adecco verloren ein Prozent. "Zu Adecco im speziellen habe ich nichts gehört", sagte ein Händler. Es laste aber über dem ganzen Sektor ein Abgabedruck, sagte ein Händler. Die Aktien der japanischen Recruit Holdings sackten um acht Prozent ab. Die Titel der europäischen Adecco-Mitbewerber Randstad und von Hays büssten ebenfalls Terrain ein.

Am breiten Markt waren die Aktien von VAT um vier Prozent höher und machten damit die Gewinnmitnahmen vom Donnerstag wett.

Die Aktien von Aryzta wurden um drei Prozent höher gehandelt. Der Backwarenhersteller hat einen neuen Konzernchef: Der 51-jährige Airport- und Nahrungsmittel-Manager Kevin Toland trete den Job spätestens nach Ablauf einer sechsmonatigen Kündigungsfrist an. Dies sei eine gute Nachricht für Aryzta, da das Unternehmen nun bald eine neue Führung haben werde, hiess es bei der Bank Vontobel.

Die Anteile von Santhera stürzten um zehn Prozent ab: Die Pharmafirma erwartet im dritten Quartal die erweiterte Zulassung von Raxone in der EU. Dies sei enttäuschend, sagte ein Händler, weil die Zulassung schon früher erwartet worden sei. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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