14. Juli 2017 / 08:16 / vor 2 Monaten

Schweizer Börse verteidigt 9000-Punkte-Marke

Zürich, 14. Jul (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitagmorgen keine grossen Sprünge gemacht. Vor dem Beginn der US-Bilanzsaison und angesichts der ansteheden Konjunkturdaten aus der weltgrössten Volkswirtschaft wollten sich die Anleger nicht aus der Deckung wagen, sagten Marktbeobachter. Der Leitindex SMI legte 0,4 Prozent auf 9043 Zähler zu und hielt sich damit über der psychologisch wichtigen 9000er-Marke, der er am Donnerstag bedrohlich nahe gekommen war.

Für Handelsimpulse könnten im Lauf des Tages die Halbjahresbilanzen der US-Banken Wells Fargo, Citi und JPMorgan sorgen. Sie eröffnen mit ihren Zahlenwerken die Bilanzsaison. Zudem werden aktuelle Daten zu den Verbraucherpreisen und der Industrieproduktion in den USA erwartet, sowie der Bericht zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Investoren erhoffen sich davon Rückschlüsse auf die Verfassung der amerikanischen Wirtschaft und damit auf das Tempo der erwarteten weiteren Zinserhöhungen.

In der Schweiz standen Richemont im Vordergrund. Der Luxusgüterkonzern verliert den Chef der Uhrenproduktion: Georges Kern, Leiter der Sparte Watchmaking, Marketing und Digital, tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Die Aktie legte dennoch leicht zu. Die Analysten von Vontobel erwarten nicht, dass sich die Personalie auf das Uhrengeschäft des Konzerns auswirkt. Mit Kern verliere das Unternehmen jedoch eine sehr sachkundige, starke Persönlichkeit und einen möglichen Kandidaten für den Posten des Firmenchefs, erklärten die Experten.

Zu den grössten Kursgewinnern zählten die Pharmakonzerne Roche und Novartis mit einem Kursplus von knapp einem und 0,4 Prozent. Das dritte Index-Schwergewicht Nestle legte ebenfalls leicht zu.

Auf den Verkaufszetteln standen hingegen ABB und SGS. Die Einbussen bei dem Elektrokonzern und der Prüftechnikfirma hielten sich mit weniger als einem halben Prozent aber in Grenzen. Beide Firmen wollen kommende Woche ihre Halbjahresbilanzen vorlegen. Bei ABB erwarten Analysten einen stagnierenden Auftragseingang. Der Gewinn von SGS dürfte nach Einschätzung der Experten leicht steigen.

Andere zyklischen Werte wie der Personalvermittler Adecco, die Sanitärtechnikfirma Geberit und der Zementkonzern LafargeHolcim legten leicht zu.

Wenig gefragt waren Finanzwerte: UBS und Credit Suisse waren kaum verändert, ebenso wie die Versicherungswerte Swiss Re und Swiss Life. Zurich Insurance legten hingegen 0,5 Prozent zu. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Paul Arnold)

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