Markte | Montag, 5. November 2012, 17:22 Uhr

Schweizer Börse - Anleger vor US-Wahlen vorsichtig

Zürich Geringe Aktivitäten und Kursausschläge haben am Montag das Geschehen an der Schweizer Börse geprägt.

Am Tag vor der US-Präsidentenwahl wollten sich die Marktteilnehmer nicht mehr zu weit aus dem Fenster lehnen. "Der Wahlausgang ist alles andere als sicher", sagte ein Händler. Solange nicht klar sei, ob der US-Präsident weiter Barack Obama oder Mitt Romney heisse, seien grössere Engagements nicht zu erwarten.

Auch der an den Märkten sonst stark beachtete ISM-Index für die amerikanische Dienstleistungsbranche konnte dem Markt kaum Impulse verleihen, hiess es.

Der Leitindex SMI notierte kurz vor Schluss praktisch unverändert mit 6699 Punkten. Der der breite SPI ermässigte sich um 0,1 Prozent auf 6178 Zähler.

Als Marktstütze erwies sich der schwergewichtete Titel des Lebensmittelriesen Nestle, der um 0,6 Prozent höher gehandelt wurde. Die chinesischen Behörden haben der Übernahme des Babynahrungsmittelgeschäfts von Pfizer zugestimmt. Die Integration dürfte in rund einem Monat abgeschlossen sein, sagte Nestle-Chef Bulcke.

Die Roche-Genussscheine lagen mit 0,4 Prozent im Plus. Positive Phase II-Testergebnisse mit dem Diabetes-Medikament Aleglitazar sowie eine Kurszielerhöhung der Bank Vontobel sorgten für Auftrieb, hiess es. Nicht als Belastung erwies sich die Nachricht, dass das indische Patent-Berufungsgericht das Recht auf Marktexklusivität für das Hepatitis C-Medikament Pegasys des Basler Arzneimittelherstellers widerrief.

Die Novartis-Aktien gaben 0,6 Prozent nach. Die EU hat das Medikament Votubia zur Behandlung von gewissen Nierentumoren zugelassen.

Ein besser als erwartetes operatives Ergebnis sorgte bei den Aktien von Transocean für einen Kursgewinn von knapp fünf Prozent.

Die Adecco-Aktien büssten am Tag vor der Quartalsbilanz 1,8 Prozent ein. Händler sagten, die Anleger befürchten, dass der Personalvermittler ähnlich wie seine Konkurrenten die Schwäche in Europa zu spüren bekommen hat.

Unverändert tendierten Holcim. Die UBS nahm den Zementkonzern in ihre "Most Preferred List" auf. Holcim informiert am Mittwoch über den Geschäftsgang.

Bei den Finanzwerten strichen die Marktteilnehmer die jüngst erzielten Gewinne ein. Zudem trübten frisch aufgekeimte Spekulationen über einen Schuldenschnitt für Griechenland die Stimmung. Die UBS-Aktien, die in der Vorwoche fast ein Fünftel an Wert gewonnen hatten, verloren 0,6 Prozent. Die Titel der Credit Suisse sanken um 0,6 Prozent. Auch die Versicherungswerte waren mehrheitlich in der Verlustzone zu finden. Die Aktie von Swiss Re aber, die am Donnerstag den Zwischenbericht publiziert, legte leicht zu.

Die geplante Aktienplatzierung drückte die Anteile von Partners Group vier Prozent ins Minus. Die Hauptaktionäre Marcel Erni, Alfred Gantner und Urs Wietlisbach wollen insgesamt 1,6 Millionen Aktien oder rund sechs Prozent des Aktienkapitals abgeben. Analysten begrüssten die Erhöhung des Streubesitzes als mittelfristigpositiven Schritt.

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