Konjunktur | Mittwoch, 2. Januar 2013, 07:36 Uhr

Chinesische Industrie zum Jahresausklang robust

Peking Die chinesische Industrie hat sich zum Jahresende robust entwickelt.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex blieb im Dezember wie im Vormonat bei 50,6 Punkten, teilte das Statistikamt am Dienstag in Peking mit. Das Barometer hielt sich damit über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Experten hatten zwar mit einem etwas stärkeren Abschneiden gerechnet. Doch die Daten belegen, dass sich die chinesische Wirtschaft im vierten Quartal wieder etwas belebt haben dürfte. Eine ähnliche Umfrage der Großbank HSBC ergab, dass sich der Sektor sogar so stark entwickelte wie seit Mai 2011 nicht mehr. Experten erwarten nun, dass die Industrie auch gut ins neue Jahr startet.

Der HSBC-Einkaufsmanagerindex stieg im Dezember nach endgültigen Daten vom Montag auf 51,5 Punkte. Vorläufig war lediglich ein Stand von 50,9 Prozent errechnet worden. Das Barometer bleibt damit den zweiten Monat in Folge über der Schwelle von 50 Punkten. Im November ergab die Umfrage einen Stand von 50,5 Punkten.

Die Umfragen liegen im Einklang mit anderen Daten, die zuletzt auf einen Aufschwung in der Volksrepublik hindeuteten. Im dritten Quartal hatte sich das Wachstum in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft noch auf 7,4 Prozent abgekühlt - der siebte Rückgang in Folge, nun rechnen Experten jedoch wieder mit einem Plus zum Vorquartal. Nach Einschätzung des HSBC-Chefökonomen für China, Hongbin Qu, werden dazu auch eine Stabilisierung des Immobilienmarktes und Infrastruktur-Projekte beitragen. Trotz der erwarteten, leichten Beschleunigung im Schlussquartal steuert China 2012 mit rund siebeneinhalb Prozent auf sein schwächstes Wachstum seit 1999 zu. Europas Schuldenkrise und die schlappe US-Konjunktur haben das Wachstum des Exportweltmeisters belastet. 2011 war die chinesische Wirtschaft noch um mehr als neun Prozent gewachsen.

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