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China und USA um Entspannung bemüht
19. März 2017 / 11:53 / vor 5 Monaten

China und USA um Entspannung bemüht

Chinese President Xi Jinping (R) shakes hands with U.S. Secretary of State Rex Tillerson before their meeting at at the Great Hall of the People on March 19, 2017 in Beijing, China.Lintao Zhang/Pool TPX IMAGES OF THE DAY *** Local Caption *** Xi Jinping;Rex Tillerson - RTX31OSX

Peking (Reuters) - Chinas Präsident Xi Jinping und US-Außenminister Rex Tillerson haben sich um eine Entspannung der Beziehungen beider Länder bemüht, die durch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump belastet worden waren.

Die gemeinsamen Interessen überwögen bei weitem die Differenzen, sagte Xi am Sonntag zum Abschluss des Besuchs von Tillerson in Peking. Zusammenarbeit sei die richtige Art des Umgangs miteinander. Tillerson betonte die Notwendigkeit, den Dialog fortzusetzen. Die neue US-Regierung hat wiederholt für Irritationen in Peking gesorgt - sei dies in Handelsfragen oder im Verhältnis zu Taiwan oder Nordkorea.

Xi würdigte die Bemühungen Tillersons um einen reibungslosen Übergang der Beziehungen der neuen US-Führung zu seinem Land. China und die USA müssten ihre Zusammenarbeit in regionalen Konflikten verstärken. Dabei sollten die Kerninteressen und Bedenken der jeweils anderen Seite berücksichtigt und die Stabilität der Beziehungen geschützt werden. Tillerson sagte, Trump sei an einem besseren Verständnis Chinas interessiert und hoffe, dass ihm dazu auch mit einem Besuch in China Gelegenheit gegeben werde.

Streitfragen wurden bei dem Treffen weitgehend ausgeklammert, soweit dies für die Öffentlichkeit sichtbar wurde. Trump hat sich bislang der Regierung in Peking eher als unberechenbarer Partner präsentiert. So griff er China an, es mache seinen Einfluss nicht genug geltend, um gegen das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm vorzugehen. Mit Besorgnis sehen die Chinesen die Stationierung neuer US-Raketenabwehrsysteme in Südkorea. Auch Trumps Gespräch mit Taiwans Präsidentin Tsai Ing Wen und die geplanten US-Waffenlieferungen an die Regierung in Taipeh wurden negativ aufgenommen. China betrachtet die Insel als abtrünnige Republik. Besorgt ist China auch über die Drohung Trumps mit Strafzöllen im internationalen Handel.

KLEINE FORTSCHRITTE IM NORDKOREA-KONFLIKT

Im Fall Nordkorea schlug Tillerson deutlich versöhnlichere Töne an. Nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi am Samstag sagte er, die USA und China wollten zusammenarbeiten, um die Regierung in Pjöngjang von ihrem Kurs abzubringen. Noch am Freitag hatte der US-Politiker in Südkorea eine härtere Gangart angekündigt und auch einen Militäreinsatz nicht ausgeschlossen. Wang pochte darauf, den Konflikt friedlich beizulegen. Es müsse unter allen Umständen eine diplomatische Lösung geben.

Die Führung in Pjöngjang zeigte sich wenig kompromissbereit. Staatlichen Medien vom Sonntag zufolge testete das Land einen neuen, besonders schubstarken Raketenantrieb. Die Nachrichtenagentur KCNA zitierte Machthaber Kim Jong Un mit den Worten, dies sei eine "Wiedergeburt" der Raketenindustrie des Landes. Damit könnte das Aggregat auch für Langstrecken-Raketen geeignet sein.

Nordkorea hat seit Anfang 2016 zweimal Atomsprengsätze und mehrmals Raketen getestet. Der UN-Sicherheitsrat, in dem auch China Mitglied ist, verurteilte die Eskalation. Die USA sind in Sorge, dass nordkoreanische Raketen ihre Westküste erreichen könnten.

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