17. US-Bank in Folge von Finanzkrise 2008 zusammengebrochen

Samstag, 1. November 2008, 11:03 Uhr
 

Washington (Reuters) - Infolge der Kreditkrise ist in den USA die 17. Bank in diesem Jahr zusammengebrochen. Die Bankenaufsicht wickelte am Freitag die im US-Bundesstaat Florida aktive Freedom Bank ab.

Das Geld der Kunden sei nicht in Gefahr, teilte die staatliche Einlagensicherung FDIC mit. Fortgeführt werde das Geschäft den Angaben zufolge von der Fifth Third Bank. Die Aktiva der vergleichsweise kleinen Freedom Bank beliefen sich laut FDIC zum 17. Oktober auf 287 Millionen Dollar, die Einlagen auf 254 Millionen Dollar.

Der Zusammenbruch wird den Fonds mit 80 Millionen bis 104 Millionen Dollar belasten. Nach jüngsten öffentlichen Angaben vom Juni verfügt der Einlagensicherungsfonds über 45 Milliarden Dollar. Der US-Kongress hatte im Oktober infolge der Finanzkrise die Garantie für Einzelkonten von 100.000 auf 250.000 Dollar heraufgesetzt. Der US-Einlagensicherungsfonds hat in diesem Jahr bereits mehrfach einspringen müssen, unter anderem beim bislang größten Zusammenbruch einer US-Bank, der Washington Mutual. 2007 hatten insgesamt drei US-Banken ihr Geschäft aufgeben müssen.