Zeitung: HSH braucht noch im Februar Milliardenspritze
Frankfurt (Reuters) - Die HSH Nordbank wird einem Zeitungsbericht zufolge ihre Eigentümer noch im Februar um eine Kapitalspritze in Milliardenhöhe bitten.
Wie das "Handelsblatt" (Montagausgabe) vorab unter Berufung auf aus Finanzkreise berichtete, verhandelt die Bank intensiv mit ihren Anteilseignern. Die Hoffnungen ruhten auf den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg, die zusammen knapp 60 Prozent der Anteile an der Bank halten. Der Abschreibungsbedarf auf Wertpapiere und eine höhere Kreditvorsorge brächten der Bank einen Milliardenverlust. Bei der HSH war am Sonntag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Einen Gang zum Bankenrettungsfonds SoFFin, der ebenfalls ein neues Konzept für die Bank sehen wolle, wollten Schleswig-Holstein und Hamburg vermeiden, schrieb die Zeitung weiter. Kurzfristig plane die HSH keine eigene rechtlich getrennte Bad Bank, in der faule Wertpapiere konzentriert und abgeschirmt werden könnten. Eine solche Bank zu organisieren, ihr eine Lizenz zu verschaffen, die Vermögensgegenstände zu übertragen und sie mit dem nötigen Eigenkapital auszustatten, dauere nach Einschätzung des Vorstands zwölf bis 18 Monate. Um trotzdem kurzfristig mit dem Abbau beginnen zu können, werde es eine interne Lösung geben. Wegen der Wirtschaftskrise sehe die Bank erst ab 2011 wieder bessere Zeiten.
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