Autovermieter Sixt erwartet trotz Rezession 2009 Gewinn

Mittwoch, 25. Februar 2009, 11:45 Uhr
 

München (Reuters) - Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat nach einem Gewinnrückgang 2008 für das laufende Rezessionsjahr immerhin schwarze Zahlen angekündigt.

Auch 2009 werde der Vorsteuergewinn "deutlich positiv" sein, kündigte das Unternehmen aus Pullach bei München am Mittwoch an. Damit hebt sich Vorstandschef Erich Sixt von vielen anderen Managern ab, die derzeit keine Prognosen wagen.

An der Börse kam der Ausblick gut an: Sixt-Aktien stiegen knapp sieben Prozent auf 9,22 Euro und waren einer der größten Gewinner im SDax. Die Papiere waren allerdings diese Woche auf den tiefsten Stand seit 2003 gefallen.

Insgesamt rechnet Sixt 2009 mit einer stabilen Nachfrage in den großen europäischen Ländern. Um die Kosten anzupassen, soll die Mietwagenflotte verkleinert werden. Damit reagiert der Vorstand auf die Rezession. Vergangenes Jahr wurde der Fuhrpark noch ausgeweitet, was zu höheren Kosten führte. Das machte Sixt nach vier Rekordjahren einen Strich durch die Rechnung: Der Vorsteuergewinn fiel um mehr als ein Drittel auf 86 Millionen Euro. Firmenpatriarch und Großaktionär Sixt hatte zuletzt noch 100 Millionen Euro Gewinn in Aussicht gestellt, ursprünglich waren es bis zu 125 Millionen. Preiserhöhungen konnten nicht wie erhofft auf breiter Front durchgesetzt werden. Wegen der Finanzkrise hätten sich auch die Finanzierungskosten erhöht, hieß es.

Der Umsatz aus Vermiet- und Leasinggeschäften legte 2008 um zehn Prozent auf 1,53 Milliarden Euro zu. Allerdings habe das vierte Quartal die Erwartungen nicht erfüllt. Das Wachstum betrug noch sechs Prozent. Weitere Details zur Bilanz will Sixt Mitte März veröffentlichen.