Conti plant Jobabbau bei Autotechnik - Sozialplan in Frankreich
Hamburg (Reuters) - Beim Autozulieferer Continental stehen in Deutschland zweieinhalbtausend Stellen auf der Kippe.
Eine Conti-Sprecherin sagte am Samstag, es gebe Planungen für den Abbau von zehn Prozent der Arbeitsplätze in der Automobiltechnik-Sparte, die in Deutschland 27.000 Beschäftigte hat. Die Pläne beträfen Produktion, Verwaltung und Entwicklung. "Es können auch weniger werden, wenn es uns gelingt, die Kosten anderweitig zu senken", sagte die Sprecherin weiter.
Conti-Chef Karl-Thomas Neumann hatte nach einem herben Verlust im Auftaktquartal eine Verschärfung des Sparkurses angekündigt. Dadurch will der von der Autokrise getroffene Zulieferer und Reifenhersteller im Gesamtjahr vor Abschreibungen und Sanierungskosten wieder operativ schwarze Zahlen schreiben. Im ersten Quartal hatte das Management im Vergleich zum Jahresende 2008 weltweit über 6000 Stellen gestrichen.
Für die von der Schließung eines Werks in Frankreich betroffenen 1120 Beschäftigten hat Conti einen Sozialplan vereinbart. Die unterschriebene Übereinkunft müsse noch vom französischen Gesamtbetriebsrat genehmigt werden, teilte Conti am Samstag mit. Sie sehe eine Einmalzahlung von 50.000 Euro pro Person vor. Die Pkw-Reifen-Produktion in der Fabrik in Clairoix werde nicht wieder aufgenommen. Allen Produktionsmitarbeitern wird zum Jahresende gekündigt. Conti beschäftigt derzeit rund 133.000 Mitarbeiter an nahezu 190 Standorten in 35 Ländern.
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