Cemex erwägt Schritte gegen österreichische Strabag

Samstag, 4. Juli 2009, 11:45 Uhr
 

Wien/Monterrey (Reuters) - Der Rückzug des österreichischen Baukonzerns Strabag vom geplanten Kauf der Cemex-Betonwerke in Ungarn und Österreich könnte ein juristisches Nachspiel haben.

Der mexikanische Zementkonzern Cemex erwägt nach eigenen Angaben rechtliche Schritte. Der Rückzug der Österreicher sei ungültig, hieß es am Freitag zur Begründung. Die ursprüngliche Vereinbarung habe weiter Bestand. Strabag hatte zuvor mitgeteilt, von dem im vergangenen Sommer abgeschlossenen Kaufvertrag zurückzutreten. Die österreichische Kartellbehörde habe den Kauf nicht wie vorgesehen bis zum 30. Juni genehmigt, hieß es zur Begründung.

Der Kauf sei über elf Monate von der Kartellbehörden in Ungarn und Österreich geprüft worden. Während die ungarische Behörde im Februar unter Auflagen grünes Licht gegeben hatte, stehe die Zustimmung der österreichischen Behörde weiter aus. Im Kaufvertrag sei eine Bindungsfrist bis 30. Juni vereinbart worden. Übernommen werden sollten Betonwerke mit rund 1000 Mitarbeitern und Umsätzen von 257 Millionen Euro im Jahr 2007. Cemex, der weltweit drittgrößte Zementproduzent, nannte einen Kaufpreis von 310 Millionen Euro. Cemex hatte das Geld eingeplant, um einen Teil seiner Milliardenschulden abzutragen.