Sal. Oppenheim schließt weitere Kapitalerhöhung nicht aus

Samstag, 4. Juli 2009, 16:54 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die Privatbank Sal. Oppenheim schließt eine weitere Kapitalspritze durch die Eigentümerfamilien nicht mehr aus.

"Über eine Kapitalerhöhung werden wir zu gegebener Zeit entscheiden", sagte der persönlich haftende Gesellschafter Christopher Freiherr von Oppenheim der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. Die Bank komme derzeit aber auf eine Kernkapitalquote von zwölf Prozent.

Die Ratingagentur Fitch hatte am Donnerstag das langfristige Emittentenrating des Instituts auf "A-" von "A" gesenkt und den Schritt damit begründet, dass die Finanzkrise die Profitabilität des Konzerns weiter belaste. Erst vor einigen Monaten hatten die Familiengesellschafter Sal. Oppenheim mit einer Kapitalspritze unter die Arme gegriffen.

Die Bank war zuletzt vor allem durch das Engagement beim insolventen Handels- und Touristikkonzern Arcandor ins Scheinwerferlicht geraten. Einen Teil ihres Aktienpakets verkaufte die Bank vor ein paar Wochen. Von Oppenheim verteidigte die Investition nun jedoch. "Wenn man uns heute dafür scharf kritisiert, muss man nach den Alternativen fragen", sagte er. In den kommenden Monaten würden angesichts der Rezession noch etliche Unternehmen in Schwierigkeiten geraten.