J&J-Gewinn sinkt weniger als befürchtet
New York (Reuters) - Der Pharma- und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson hat im zweiten Quartal Gewinneinbußen erlitten.
Dank robuster Geschäfte mit Arzneimitteln und Körperpflegeprodukten fielen sie aber geringer aus als von Analysten befürchtet. Der US-Hersteller von "o.b."-Tampons und "Penaten"-Babypflege aus New Brunswick im Bundesstaat New Jersey wies am Dienstag für den Zeitraum von April bis Juni einen Gewinnrückgang von fünf Prozent binnen Jahresfrist auf 3,2 Milliarden Dollar aus. Der Umsatz schmolz um 7,4 Prozent auf 15,24 Milliarden Dollar, lag damit aber immer noch 190 Millionen Dollar über den Erwartungen. Ohne den Einfluss des starken Dollar wäre der Umsatzrückgang deutlich geringer ausgefallen. Für das Gesamtjahr bekräftigte J&J seine Prognose eines Gewinns je Aktie zwischen 4,45 bis 4,55 Dollar.
An der US-Börse kam das Zahlenwerk gut an. Die Aktie legte knapp ein Prozent zu. Patentverluste bei einigen Medikamenten gegen Schizophrenie und Epilepsie lasten derzeit auf den Erlösen. Dagegen erwirtschaftete J&J mit dem Arthritis-Medikament Remicade mehr Umsatz als erwartet.
Der Konzern, der unter anderem Entwicklungspartner von Bayer bei dessen neuem Thrombose-Präparat Xarelto ist, produziert nicht nur Arzneimittel. J&J stellt zudem Medizingeräte wie etwa gefäßerweiternde Stents her und ist im Geschäft mit Gesundheits- und Pflegeprodukten tätig. In seiner Gesundheitsprodukte-Sparte setzte J&J 3,9 Milliarden Dollar um - ein Minus von 4,5 Prozent. Die Umsätze mit Medizingeräten und Diagnostika sanken binnen Jahresfrist um 3,1 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar.
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