Heineken baut Gewinn trotz rückläufigen Bierkonsums aus

Mittwoch, 26. August 2009, 19:49 Uhr
 

Amsterdam (Reuters) - Der niederländische Braukonzern Heineken hat seinen Gewinn trotz des weltweit rückläufigen Bierkonsums ausgebaut.

Im ersten Halbjahr profitierte der Konzern dabei wie seine Rivalen Anheuser-Busch InBev und Carlsberg von Kosteneinsparungen und Preiserhöhungen. Auch fürs zweite Halbjahr zeigte sich Heineken zuversichtlich. "Wir werden weiter wachsen, was angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine gute Nachricht ist", sagte Finanzchef Rene Hooft Graafland Reuters am Mittwoch.

Im ersten Halbjahr baute der Produzent der Marken Heineken - Europas meistverkauftem Bier - und Amstel seinen bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) um 13 Prozent auf 993 Millionen Euro aus. Der Bierabsatz fiel dagegen um 6,6 Prozent. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Gewinn gerechnet und zeigten sich auch erfreut über die Einsparungen in Höhe von 50 Millionen Euro. Die Heineken-Aktie schoss in Amsterdam rund acht Prozent nach oben. Zwischenzeitlich erreichte sie den höchsten Stand seit elf Monaten.

Heineken kämpft wie seine Konkurrenten vor allem mit dem Schrumpfen des Marktes in Westeuropa, wo der Konzern jedes zweite Bier verkauft. Graafland erklärte, die Lage habe sich hier im zweiten Quartal etwas verbessert, und Heineken werde weiter auf den Durst der Kunden auf teure Premium-Getränke setzen. "Uns ist Qualität wichtiger als Volumen", betonte er.