Höhere Risikovorsorge drückt Gewinn der Erste Group Bank

Freitag, 30. Juli 2010, 08:43 Uhr
 

Wien (Reuters) - Die Erste Group Bank hat im zweiten Quartal wegen einer höheren Risikovorsorge weniger Gewinn gemacht.

Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei 216,7 (Vorjahreszeitraum: 260) Millionen Euro, wie die österreichische Bank am Freitag mitteilte. Damit blieb das Institut hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die im Schnitt mit einem Überschuss von 223 Millionen Euro gerechnet hatten. .

Die Kreditrisikovorsorge stieg binnen Jahresfrist um sechs Prozent auf 553 Millionen Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 stiegen sie vor allem wegen höherer Dotierungen im Großkundengeschäft um 4,1 Prozent. Eine allmähliche Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds habe aber positive Auswirkungen auf die Kreditqualität, erklärte die Bank. Für das Jahr 2010 rechnet die Erste daher mit einer Risikovorsorge auf Vorjahresniveau.

Mit Ausnahme der Ukraine und Serbiens schrieb die Bank in allen Ländern schwarze Zahlen. Stabile Zinsspannen in allen Regionen sowie ein anhaltendes Kreditwachstum hätten im zweiten Quartal zu einer Steigerung im Zinsgeschäft auf 1,36 (1,28) Milliarden Euro geführt. Den Provisionsüberschuss bezifferte die Bank mit 493,5 (443,6) Millionen Euro, das Handelsergebnis mit 98,8 (199,3) Millionen Euro.