K+S widerspricht Marktgemunkel über Prognosesenkung
Frankfurt (Reuters) - Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S hat eine am Markt kolportierte Prognosesenkung ins Reich der Fabel verwiesen.
"Wir haben unseren Ausblick am 12. August veröffentlicht und seitdem gibt es dazu keine Veränderungen", sagte der Leiter Investor Relations bei K+S, Christian Herrmann, am Dienstag zu Reuters. Am Finanzmarkt hatten Anleger zuvor darauf spekuliert, das Unternehmen werde seine Jahresziele senken. Die im Dax gelistete K+S-Aktie fiel zeitweise mehr als drei Prozent und war damit größter Verlierer in dem Index. Nach der Erklärung des Unternehmens grenzten K+S-Papiere ihre Verluste ein.
K+S hat für den Gesamtkonzern im August dank guter Geschäfte seine Absatzprognose für sein wichtigstes Produkt, den Düngemittelbestandteil Kali, leicht auf 6,5 bis sieben Millionen Tonnen angehoben. Zudem hatte der Konzern erstmals seine Ergebnisziele für 2010 genannt: Der Umsatz soll auf 4,6 bis 5,0 (2009: 3,6) Milliarden Euro zulegen, der Betriebsgewinn (Ebit I) auf 550 bis 600 (238) Millionen steigen.
Das Geschäft von K+S hängt an den Agrar- und Düngemittelmärkten, die zuletzt eine Berg- und Talfahrt hingelegt haben. In der Wirtschaftskrise waren die Geschäfte 2009 so stark eingebrochen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Seit einem halben Jahr geht es wieder bergauf. Da Bauern angesichts höherer Getreidepreise wieder verstärkt Dünger ordern, hatte K+S seinen Betriebsgewinn im zweiten Quartal mehr als verachtfacht.
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