US-Regierung streicht mit Citi-Rettung 12 Mrd Dollar ein

Dienstag, 7. Dezember 2010, 13:53 Uhr
 

Washington (Reuters) - Die Rettung der Großbank Citigroup während der Finanzkrise hat dem amerikanischen Steuerzahler unter dem Strich einen Gewinn von zwölf Milliarden Dollar beschert.

Die Regierung verkaufte am Montag ihre letzten Aktien an dem international aufgestellten Institut zu einem Preis von 4,35 Dollar je Anteilsschein. Man habe die Chance genutzt, für den Steuerzahler einen beträchtlichen Gewinn zu erzielen und künftige Risiken zu vermeiden, erklärte das Finanzministerium.

Im Rahmen des Troubled Asset Relief Programs (Tarp) investierte die Regierung in den Jahren 2008 und 2009 insgesamt 45 Milliarden Dollar in das Unternehmen. Citi bedankte sich in einer Mitteilung für die Hilfe. Das Unternehmen ist allerdings noch nicht ganz frei vom Einfluss des Staates: Die Regierung besitzt auch Bezugsrechte für Citi-Aktien. Die Scheine könnten von der Bank zurückgekauft oder versteigert werden.

Erst im November verkaufte die US-Regierung einen großen Teil von General Motors und stieß dabei auf großes Interesse von Investoren. Auch dieses Unternehmen musste in der Finanz- und Wirtschaftskrise mit Milliardenbeträgen vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Im kommenden Jahr wird die Regierung voraussichtlich Anteile am gestützten Versicherungskonzern AIG verkaufen. Auch für diese Geschäfte werden letztendlich Gewinne erwartet.

 
<p>A Citibank sign on a bank branch in midtown Manhattan, New York, November 17, 2010. REUTERS/Mike Segar</p>