Euro-Schuldenkrise nagt am Gewinn der Großbank UBS

Dienstag, 7. Februar 2012, 07:36 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Euro-Schuldenkrise hat im letzten Jahr am Gewinn der Schweizer Großbank UBS genagt.

Der Jahresgewinn sank 2011 auf 4,23 Milliarden Franken von 7,5 Milliarden im Jahr davor, wie die größte Schweizer Bank am Dienstag mitteilte. Im vierten Quartal allein fiel der Reingewinn mit 393 Millionen Franken deutlich geringer aus als ein Jahr zuvor, als er 1,02 Milliarden Franken erreicht hatte.

Die Investmentbanking-Sparte fuhrt im Schlussquartal einen Verlust von 256 Millionen Franken vor Steuern ein. Dem standen 882 Milliarden Franken Gewinn in der Vermögensverwaltung und im Schweizer Geschäft gegenüber. Im zweiten Quartal hatte das Investmentbanking nach dem Handelsskandal in London einen Verlust von 650 Millionen Franken produziert.

Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang des Jahresgewinnes um knapp 40 Prozent auf 4,58 Milliarden Franken (3,6 Milliarden Euro) gerechnet. Für den Quartalsgewinn hatten sie einen Rückgang um 43 Prozent auf 737 Millionen Franken veranschlagt.

Trotz der Krise konnte UBS im Wealth Management bei reichen Anlegern 3,1 Milliarden Franken einsammeln. Im US-Wealth-Management waren es 1,9 Milliarden Franken.

Bereits im November hatte UBS eine symbolische Dividende von 0,1 Franken je Aktie angekündigt.