Bei E.ON ist kein Ende des Sparens in Sicht

Samstag, 3. November 2012, 16:02 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Der Energiekonzern E.ON will seinen Sparkurs auch nach dem geplanten Abbau von 11.000 Stellen fortsetzen.

"Ein internationaler Konzern wie E.ON muss immer besser werden. Sparen, effizienter werden und fokussieren, insbesondere in der Verwaltung, bleibt eine Daueraufgabe", sagte E.ON-Personalvorstand Regine Stachelhaus der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe).

Der Konzern will bis 2015 insgesamt 11.000 Arbeitsplätze streichen. Dieses Ziel werde E.ON auch erreichen, sagte Stachelhaus. "In München sind bereits rund 400 Arbeitsplätze weggefallen, in Düsseldorf rund 200. Insgesamt werden wir allein in der Verwaltung die Zahl der Stellen um 30 bis 40 Prozent reduzieren." Dabei mache E.ON auch nicht vor den Managern halt. "Ein Sparprogramm darf nicht nur die Basis treffen, sondern muss auch Führungskräfte einbeziehen", sagte Stachelhaus.

Der E.ON-Konkurrent RWE hat bereits klar gemacht, dass es über den bereits geplanten Abbau von rund 10.000 Jobs hinaus weitere Stellenstreichungen geben wird. In einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters kündigte RWE-Chef Peter Terium vor knapp zwei Wochen an, dass es nach 2014 weitere Einsparungen geben wird: "Der Stellenabbau wird über die jetzige Zahl hinausgehen. Nur die Dimension lässt sich jetzt noch nicht beziffern". RWE werde mit weniger Beschäftigten auskommen müssen. "Allein durch die weiteren Stilllegung von Kernkraftwerken 2016, 2018 und 2022 in Gundremmingen und Lingen werden weitere Leute freigesetzt."

 
The building site of a coal power plant of German utility giant E.ON is pictured in the western city of Datteln May 1, 2012. E.ON is locked in a conflict with North Rhine Westphalia regarding the hard coal power plant in Datteln, which is to be switched off at the end of 2012. The annual meeting of E.ON takes place on May 3 in Essen. REUTERS/Ina Fassbender (GERMANY - Tags: BUSINESS)