HeidelCement will Einbußen durch Energiepreise wieder ausbügeln

Donnerstag, 8. November 2012, 11:33 Uhr
 

Stuttgart (Reuters) - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement will die Margeneinbußen der vergangenen Jahre wieder ausbügeln.

Die operative Gewinnmarge vor Abschreibungen im Zementgeschäft, die durch Kostensteigerungen bei Energie unter Druck geraten war, solle wieder auf das Ende 2010 erreichte Niveau von 26,5 Prozent steigen, sagte Vorstandschef Bernd Scheifele am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Im dritten Quartal kletterte diese Renditekennziffer auf 24,4 Prozent.

Auf längere Sicht strebe HeidelCement konzernweit eine operative Marge von 28 bis 30 Prozent an. Dazu erhöht der ernergieintensive Baustoffhersteller vor allem in den USA die Zementpreise und streicht weltweit die Kosten zusammen. Zudem müssen die Heidelberger einen Spagat zwischen Investitionen und Schuldenabbau meistern. Als "strategisches" Ziel bezeichnete Finanzvorstand Lorenz Näger eine Nettoverschuldung vom maximal 2,8-fachen zum operativen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda). Diesem Wert könne sich HeidelbergCement bei günstigen Bedingungen bereits im dritten oder vierten Quartal kommenden Jahres nähern, rechnete der Finanzchef vor.