Telefonhersteller Gigaset verzeichnet weiteren Umsatzschwund

Freitag, 9. November 2012, 10:07 Uhr
 

München (Reuters) - Der Telefonhersteller Gigaset hat wegen der Wirtschaftsflaute in Europa weiter mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen.

Im abgelaufenen Quartal schrumpften die Einnahmen der einstigen Siemens-Tochter im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 90,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Allerdings schlug sich die Konkurrenz nach Gigaset-Angaben noch schlechter: Die Münchner hätten in Europa drei Prozent an Marktanteil gewonnen.

Durch die Kosten für die laufende Sanierung und den anstehenden Stellenabbau fiel bei Gigaset ein Verlust von 15 Millionen Euro an. Ohne eine Mildtat der einstigen Mutter wäre das Ergebnis allerdings noch deutlich schlechter ausgefallen: Siemens erließ Gigaset, auf die der frühere Besitzer Arques verschmolzen wurde, die letzte Kaufrate von knapp zehn Millionen Euro.

Für das laufende Jahr rechnet Gigaset, das im Zuge seiner Sanierung rund 280 Arbeitsplätze streicht, mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich und einem leichten operativen Verlust (Ebitda). Bis 2015 will Vorstandschef Charles Fränkl den Jahresumsatz dank neuer Geschäftsfelder und Produkte auf 500 bis 560 Millionen Euro bringen und eine Betriebsrendite zwischen zehn und 13 Prozent erwirtschaften.