Disney profitiert von Freizeitparks und Fernsehsparte

Freitag, 9. November 2012, 14:09 Uhr
 

Los Angeles (Reuters) - Dank guter Geschäfte mit seinen Freizeitparks und dem Sportfernsehsender ESPN hat der größte US-Unterhaltungskonzern Walt Disney im abgelaufenen Quartal mehr verdient.

Der Überschuss kletterte in dem Vierteljahr, das im September endete, um 14 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar im Vorjahresvergleich. Schwach gelaufen ist dagegen das Filmgeschäft, Disney fehlte ein starker Kassenknüller. Hier soll das Wachstum mit der kürzlich verkündeten Vier-Milliarden-Dollar-Übernahme des "Star Wars"-Produzenten Lukasfilm angekurbelt werden. Damit sichert sich der US-Medienkonzern nicht nur die lukrativen Lizenzrechte an der höchst erfolgreichen Filmreihe. Ab 2015 sollen zudem drei neue "Star-Wars"-Filme produziert werden.

Die derzeit gewinnbringendsten Säulen des Disney-Imperiums sind die Fernsehsparte mit dem Flaggschiff ABC, den Disney-Familienkanälen und dem Sportsender ESPN sowie die Themenparks und Kreuzfahrtschiffe. In diesen Bereichen investierte Disney stark. So wurde das Disneyland in Kalifornien durch den Themenbereich "Cars Land" erweitert und ein neues Kreuzfahrtschiff in Dienst gestellt.

Das im Oktober begonnene neue Geschäftsjahr wird nach den Worten von Disney-Chef Bob Iger ein Übergangsjahr. Die Firma wechsle vom "Investitionsmodus" in den "anspruchsvolleren Wachstumsmodus". Finanzchef Jay Rasulo gab sich dabei optimistisch: "Ich bin überzeugt, dass wir ein solides Ergebniswachstum im Rest des Jahres haben werden", sagt er.

Die Anleger an den Börsen sahen ihre Erwartungen indes nicht ganz erfüllt. Die Disney-Aktie gab im nachbörslichen Handel an der Wall Street um zwei Prozent nach. In diesem Jahr hatte der Kurs allerdings schon 33 Prozent zugelegt. Analysten zufolge ist Disney aber gut aufgestellt, so dass jede vorübergehende Kursschwäche eine willkommene Kaufgelegenheit ist.