EnBW erhöht Strompreise um gut zehn Prozent

Montag, 12. November 2012, 17:37 Uhr
 

Stuttgart (Reuters) - Mehr als zwei Millionen Stromkunden des Energiekonzerns EnBW müssen sich auf höhere Preise einstellen.

Der Grundversorgungstarif werde ab Februar um gut zehn Prozent auf knapp 22 Cent netto je Kilowattstunde erhöht, teilte der drittgrößte deutsche Energieversorger am Montag mit. Zur Begründung verwies Vertriebsvorstand Dirk Mausbeck unter anderem auf die steigenden Umlagen zur Förderung des Ökostroms. Die sogenannte EEG-Umlage steigt Anfang 2013 um rund 50 Prozent auf 5,3 Cent je Kilowattstunde. Sie wird auf die Haushaltskunden abgewälzt.

In den vergangenen Wochen haben bereits einige Energiekonzerne Preiserhöhungen angekündigt. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 2.900 Kilowattstunden im Jahr müsse damit ab Februar monatlich 7,18 Euro brutto mehr zahlen, erklärte EnBW. Die Gaspreise sollen zumindest bis zum Ende der Heizperiode am 31. März stabil bleiben.

 
The sun shines through power lines leading towards the EnBW nuclear power plant in Philippsburg, southwest Germany, July 5, 2011. German power producer EnBW will not replace nuclear power plants with new coal or gas plants after lawmakers approved an exit from nuclear energy last week. REUTERS/Kai Pfaffenbach (GERMANY - Tags: ENERGY ENVIRONMENT)