Kreise: JPMorgan soll Perspektiven für AMD ausloten

Mittwoch, 14. November 2012, 08:04 Uhr
 

New York/San Francisco (Reuters) - Der US-Chiphersteller AMD stellt sich möglicherweise selbst zum Verkauf.

Der Intel-Rivale habe die Bank JPMorgan beauftragt, Optionen für die Zukunft von AMD auszuloten, erfuhr Reuters am Dienstag von drei mit der Sache vertrauten Personen. Zu den Möglichkeiten zähle auch ein Verkauf des Unternehmens. AMD leidet wie auch Intel stark unter dem Schwenk der Tech-Industrie hin zu mobilen Lösungen wie Tablets und weg vom traditionellen PC. Den Kreisen zufolge hat ein möglicher AMD-Verkauf nicht oberste Priorität. Vielmehr solle auch etwa der Verkauf von Patenten ausgelotet werden.

Im Oktober hatte AMD zum zweiten Mal binnen Jahresfrist einen Stellenabbau angekündigt. Weitere 15 Prozent der Beschäftigten sollen gehen. AMD mit bislang knapp 12.000 Mitarbeitern will dadurch 2013 rund 190 Millionen Dollar sparen. Im dritten Quartal sank der Umsatz von AMD um ein Viertel auf nur noch 1,27 Milliarden Dollar. AMD-Aktien kosten aktuell noch rund zwei Dollar, was den Konzern an der Börse noch mit 1,4 Milliarden Dollar bewertet. Ende März waren die Papiere noch das Vierfache wert.