BayernLB verdient trotz Problemen in Ungarn mehr Geld

Donnerstag, 15. November 2012, 09:49 Uhr
 

München (Reuters) - Weniger Bankenabgabe, eine geringere Risikovorsorge für faule Kredite und kaum Belastungen aus Finanzgeschäften:

Die BayernLB hat ihren Gewinn in den ersten neun Monaten 2012 um 79 Prozent auf 271 Millionen Euro gesteigert, wie Deutschlands zweitgrößte Landesbank am Donnerstag in München mitteilte. Im dritten Quartal verdiente sie vor Steuern 97 (Vorjahr: minus 92) Millionen Euro. Vorstandschef Gerd Häusler, der die Bank kleiner und effizienter machen will, rechnet auch im Gesamtjahr 2012 mit einem positiven Ergebnis.

Belastungsfaktor Nummer eins ist die Ungarn-Tochter MKB. Hier fiel in den ersten neun Monaten ein Vorsteuerverlust von 131 (Vorjahr: minus 186) Millionen Euro an. Die MKB leidet unter einer üppigen Bankenabgabe in dem osteuropäischen Land sowie einer hohen Risikovorsorge. Die BayernLB beteiligte sich mit rund 230 Millionen Euro an der jüngsten Kapitalerhöhung des Instituts, wodurch das Engagement unverändert bleibt. "Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in Ungarn können für die Zukunft weitere Belastungen durch die MKB nicht ausgeschlossen werden."

 
A Bavarian public sector bank BayernLB employee walks past the bank's logo at the BayernLB headquarters in Munich July 2, 2012. REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY - Tags: BUSINESS POLITICS)