WMF-Küchenprodukte kommen in China gut an

Donnerstag, 15. November 2012, 13:44 Uhr
 

Stuttgart (Reuters) - Der eigene Marktauftritt in China hat sich für den schwäbischen Küchenausrüster WMF gelohnt.

Der Zuwachs in China habe maßgeblich zum kräftigen Umsatzplus von 20 Prozent im Auslandsgeschäft mit Haushaltswaren beigetragen, erklärte das vom Finanzinvestor KKR beherrschte Unternehmen am Donnerstag. WMF habe in China 85 eigene Filialen eröffnet, statt die Produkte über Handelspartner zu verkaufen, ergänzte ein Sprecher. Das Inlandsgeschäft lief in der Sparte "Tisch und Küche" in den ersten Monaten dagegen schleppend: Der Umsatz schrumpfte in Deutschland, wo WMF noch gut die Hälfte seiner Waren verkauft, um acht Prozent zum Vorjahr, so dass für die Sparte insgesamt nur noch ein kleines Plus von zwei Prozent auf knapp 294 Millionen Euro anfiel.

Gerade in seinem größten Geschäftsbereich Tischwaren rechnet WMF allerdings mit einem kräftigen Schub im Schlussquartal. Nicht nur das Weihnachtsgeschäft, sondern auch Werbeaktionen über den Einzelhandel sollen dann die Kasse klingeln lassen. Der Gesamtumsatz stieg von Januar bis September um fünf Prozent auf 704,6 Millionen Euro. WMF-Artikel waren vor allem im Ausland gefragt. Dort stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 348 Millionen Euro. In Deutschland verzeichneten die Schwaben dagegen ein Minus von zwei Prozent auf 357 Millionen Euro.

Noch schlechter sah das operative Ergebnis für neun Monate aus: Das Ebit lag mit 38,7 Millionen Euro zehn Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Vergleich hinkt WMF zufolge allerdings, weil die Werbeaktionen mit Sammelpunkten in den Supermärkten erst im Schlussquartal zu Buche schlagen werden.

Die Übernahme durch KKR war im Oktober abgeschlossen worden. Der Finanzinvestor hält inzwischen rund 71 Prozent der Stimmrechte, das entspricht gut 50 Prozent des gesamten Grundkapitals.