Metro gibt im Streit mit Media-Saturn-Gründer nicht nach

Freitag, 16. November 2012, 10:12 Uhr
 

Düsseldorf (Reuters) - Der Handelskonzern Metro gibt im Rechtsstreit mit Media-Saturn-Gründer Erich Kellerhals um das Sagen bei der Elektrohandelskette nicht nach.

Der - von Kellerhals bekämpfte - Beirat bei Media-Saturn werde wie geplant im Dezember zum ersten Mal tagen, zitierte das "Handelsblatt" (Freitagausgabe") Metro-Chef Olaf Koch. Das Gremium, das die Metro gerichtlich durchgesetzt hat, kann mit einfacher Mehrheit entscheiden. Damit kann die Metro wichtige Entscheidungen allein durchdrücken. Minderheitseigner Kellerhals hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt.

Das Oberlandesgericht (OLG) München hatte im August die Einrichtung des Beirats bei Media-Saturn als wirksam anerkannt. Zuvor hatte das Schiedsgericht, an das das OLG die Frage über Zuständigkeiten und Mehrheiten im Beirat verwiesen hatte, in Kernpunkten zugunsten der Metro entschieden. So kann der Beirat mit den Stimmen des Mehrheitseigners Zukäufe besiegeln und Budgetfragen entscheiden. Doch Kellerhals bleiben auch bestimmte Veto-Rechte. So soll nach dem Spruch des Schiedsgerichts etwa weiter mit einer Mehrheit von 80 Prozent über die Bestellung und Abberufung von Geschäftsführern der Media-Saturn-Holding und die Gewinnverwendung entschieden werden. Kellerhals hält über 21 Prozent an der Kette.

Das OLG München hatte eine Revision ausgeschlossen. Gegen die Nichtzulassung hat Kellerhals Beschwerde eingelegt. Ebenso wehrt er sich gegen den Schiedsspruch beim OLG.

 
Shopping caddies are piled up next to a Metro warehouse in Berlin, August 3, 2009. The world's fourth-largest retailer, expects sales to fall further in the coming months, mainly due to rising unemployment, it said on Monday. REUTERS/Tobias Schwarz (GERMANY BUSINESS EMPLOYMENT)