Banco Santander erwägt Börsengang von US-Autofinanzierer

Donnerstag, 22. November 2012, 13:26 Uhr
 

Madrid (Reuters) - Die spanische Großbank Santander könnte ihre US-Autofinanzierungssparte schon bald an die Börse bringen.

Ein solcher Schritt sei nicht ausgeschlossen, sagte eine Sprecherin der größten spanischen Bank am Donnerstag. Noch sei es aber zu früh, um über den Zeitpunkt einer Erstemission (IPO) für die US-Tochter Scusa zu sprechen. Auch das Volumen des Börsengangs sei derzeit noch ungewiss. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, Santander peile den Börsengang für die erste Jahreshälfte 2013 an. Der IPO könnte demnach ein Volumen von bis zu sechs Milliarden Dollar haben. Allerdings seien die Pläne noch in einem frühen Stadium, berichtete das Blatt weiter.

Santander hatte sich zuletzt von mehreren Auslandstöchter getrennt, um wegen der verschärften Vorschriften im Zuge der Finanzkrise das Eigenkapital aufzustocken. So brachte die größte spanische Bank im September in den USA ihr Mexiko-Geschäft im Wert von vier Milliarden Dollar an die Börse. Zudem gliederte Santander seine Sparten in Brasilien und Chile aus. Es wird damit gerechnet, dass auch bald die Auslandstöchter in Argentinien und Großbritannien folgen.

 
A woman uses an ATM machine at a Santander bank branch in Madrid October 16, 2012. REUTERS/Susana Vera (SPAIN - Tags: BUSINESS)