Deutsche Telekom sieht Milliarden-Synergien durch US-Fusion

Sonntag, 25. November 2012, 11:40 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Telekom, Ulrich Lehner, erwartet hohe Kosteneinsparungen durch die geplante Fusion der US-Mobilfunktochter mit dem US-Rivalen MetroPCS.

"Die Synergien, die wir aus der Kombination erwarten, sind riesig und bewegen sich im Bereich von mehreren Milliarden Euro", sagte Lehner der "Wirtschaftswoche". "Dadurch wird sich die Position der Deutschen Telekom in den USA deutlich verbessern."

T-Mobile USA ist seit längerem das Sorgenkind der Bonner: Wegen der US-Tochter fuhr die Telekom im dritten Quartal den größten Verlust seit zehn Jahren ein. Die Wertberichtigung wegen der geplanten Fusion der Amerika-Tochter mit MetroPCS sorgte für einen Fehlbetrag von 6,9 Milliarden Euro. Für die Telekom ist der Zusammenschluss dabei nur die zweitbeste Lösung: Eigentlich sollte T-Mobile USA im vergangenen Jahr für 39 Milliarden Dollar an AT&T verkauft werden. Die US-Wettbewerbsbehörden stoppten aber die Transaktion.

 
Rene Obermann, chief executive of Deutsche Telekom AG, addresses the company's general shareholders meeting in Cologne May 24, 2012. REUTERS/Wolfgang Rattay