Kreise: Metro hat Zukunft von Real noch nicht geklärt

Sonntag, 25. November 2012, 14:53 Uhr
 

Düsseldorf (Reuters) - Ein Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der Supermarktkette Real durch den Eigner Metro ist Kreisen zufolge noch in der Schwebe.

Verhandlung mit dem französischen Wettbewerber Auchan dauerten an, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Sonntag. Es sei offen, ob sie zu einem erfolgreichen Abschluss führen würden. Auchan sei derzeit aber Favorit. Die Franzosen lehnten eine Stellungnahme zu den Nachrichten ab. "Wir kommentieren Gerüchte nie", sagte ein Sprecher.

Metro hatte Insidern zufolge auch mit anderen Interessenten über den Verkauf einzelner Landesgesellschaften von Real verhandelt. Auchan habe kein Interesse am Real-Geschäft in der Türkei, hieß es nun. Ein Metro-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren und verwies darauf, dass Metro mehrere Optionen für die Zukunft von Real prüfe.

Finanzkreisen zufolge könnte die Markterwartung für einen Verkaufspreis für das Osteuropa-Geschäft bei rund 900 Millionen Euro liegen. 200 bis 300 Millionen Euro könnten für die Immobilien veranschlagt werden, 500 bis 600 Millionen Euro für das operative Geschäft. Es sei aber noch offen, welchen Preis Metro tatsächlich erzielen könne.

Die Düsseldorfer haben die Supermarktkette Real und die Warenhaustochter Kaufhof bereits seit langem ins Schaufenster gestellt - der Handelsriese will sich auf sein Geschäft mit Großmärkten und Europas größter Elektronikkette Media-Saturn konzentrieren. Pläne zum Verkauf der Warenhauskette Kaufhof hatte der seit Jahresbeginn amtierende Metro-Chef Olaf Koch indes auf Eis gelegt. Im Falle von Real will er bis zum Jahresende über die Zukunft der Kette entscheiden. Zuletzt hatte er aber angedeutet, dass das Inlandsgeschäft der Supermarktkette bei Metro verbleiben könnte.

 
Shopping caddies are piled up next to a Metro warehouse in Berlin, August 3, 2009. The world's fourth-largest retailer, expects sales to fall further in the coming months, mainly due to rising unemployment, it said on Monday. REUTERS/Tobias Schwarz (GERMANY BUSINESS EMPLOYMENT)