Kreise: Lösung im Kampf um russischen Nickelkonzern Norilsk

Montag, 26. November 2012, 16:08 Uhr
 

Moskau (Reuters) - Im jahrelangen Machtkampf russischer Geschäftsmagnaten um den Bergbaukonzern Norilsk Nickel zeichnet sich Kreisen zufolge eine Lösung ab.

Auf der Suche nach einer Strategie für den weltgrößten Nickelproduzenten hätten die Unternehmer Wladimir Potanin und Oleg Deripaska am Wochenende deutliche Fortschritte erzielt, sagten mit den Verhandlungen vertraute Personen am Montag. Potanin dürfte demnach Norilsk-Chef werden, und das Unternehmen könnte eine höhere Dividende ausschütten. Letzteres kommt Deripaska entgegen, dessen Alu-Riese Rusal Verluste macht. Im Gespräch sei, dass der Besitzer des britischen Fußballclubs Chelsea - der Stahlunternehmer Roman Abramowitsch - als "Weißer Ritter" eine Norilsk-Minderheitsbeteiligung übernimmt.

Eine Norilsk-Sprecherin bestätigte, dass es einen Management-Wechsel geben könnte. Bisher sitzt Wladimir Strschalkowski auf dem Chefsessel des Unternehmens, in das er in den 1990ern bei einer ersten Privatisierungsrunde investiert hatte. Er verstehe den Wunsch des Haupteigners, das Unternehmen zu führen, sagte die Sprecherin.

Um die Beteiligung von Rusal an Norilsk haben sich wiederum die russischen Oligarchen Deripaska und Viktor Wekselberg in der Vergangenheit einen erbitterten Streit geliefert: Deripaska lehnte Forderungen ab, den 25-Prozent-Anteil an Norilsk zu verkaufen.