VW schließt Frieden im Patentstreit mit China-Partner FAW

Donnerstag, 29. November 2012, 19:11 Uhr
 

Peking (Reuters) - Im Streit um Patentrechte haben VW und sein chinesischer Partner FAW eine Annäherung erzielt.

Das geht aus einer Mitteilung von Volkswagen hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Darin wird FAW-Präsident Xu Jianyi mit den Worten zitiert, im Rahmen der Kooperation habe kein Partner die Rechte des anderen verletzt. Diese guten Erfahrungen seien ein solides Fundament für die künftige Zusammenarbeit zwischen der FAW Group und dem Volkswagen-Konzern, erklärte Xu laut Volkswagen.

VW-Chef Martin Winterkorn hatte Ende August in einem Interview gesagt, der Konzern werde auch in China sein geistiges Eigentum "mit aller Konsequenz schützen". Er ergänzte: "Wir sind da in engen Gesprächen mit unseren Partnern vor Ort." In deutschen Medienberichten war die Rede davon gewesen, dass FAW Patentrechte von VW verletzt habe. Ein zweites Joint Venture in China unterhält VW mit SAIC. Der hart umkämpfte chinesische Markt ist der Motor der weltweiten Autoindustrie.

Das Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen ging 1991 an den Start. Die Kooperation läuft noch bis Ende 2016. Sie soll vorzeitig um 25 Jahre verlängert werden. Eine Absichtserklärung dazu hatten die Partner im April vereinbart. In den weiteren Gesprächen spielte die Patentfrage eine wichtige Rolle. Winterkorn und Xu bekräftigten nun in einer Aufsichtsratssitzung von FAW-Volkswagen ihren Willen zum Ausbau der Zusammenarbeit. "Unter anderem ist geplant, das Produktportfolio zu erweitern und gemeinsam neue Tätigkeitsfelder zu erschließen", teilte VW mit. Wie Reuters erfuhr dürfte ein entsprechender Vertrag im nächsten Jahr unterzeichnet werden.

 
A visitor sitting in a Volkswagen Golf Cabriolet speaks to a staff member at Auto China 2012 in Beijing April 23, 2012. Volkswagen is shifting its expansion in China to the western region where Europe's largest car maker needs more production bases to strengthen its dominance in the world's biggest auto market. REUTERS/Jason Lee (CHINA - Tags: TRANSPORT BUSINESS)