RHI-Chef kündigt Aufschwung in der Stahlindustrie ab Q2/2013 an

Freitag, 30. November 2012, 14:27 Uhr
 

Wien (Reuters) - Der Industriezulieferer RHI rechnet nach Einschätzung seines Vorstandschefs ab Mitte des zweiten Quartals 2013 mit einem Aufschwung in der kriselnden Stahlindustrie.

Im vierten Quartal 2012 sowie im ersten Quartal 2013 gehe es aber vorerst nach unten, kündigte RHI-Chef Franz Struzl am Freitag an.

Trotz des Abschwungs in der Stahlindustrie im vierten Quartal hält Struzl an der angekündigten Umsatz- und Gewinnsteigerung fest. "Damit nicht der Eindruck entsteht, es geht uns schlecht: Die Ebit-Marge wird 2012 in der Gegend von 9,5 Prozent liegen", nannte Struzl erstmals eine konkrete Zahl. Im Vorjahr lag die operative Marge bei 8,6 Prozent.

Für 2013 gab sich Struzl gedämpft optimistisch. "Trotz des schwachen ersten Quartals werden wir den Umsatz im Gesamtjahr halten können und die Ebit-Marge etwas verbessern", sagte der Vorstandschef. Bekräftigt wurden auch die mittelfristigen Ziele des Konzerns, der Stahl- und Zementhersteller mit feuerfesten Schmelzwannen und Gießpfannen beliefert. Die Ebit-Marge soll bis 2020 auf über zwölf Prozent steigen und der Umsatz drei Milliarden Euro übertreffen. Eine Steigerung stellte Struzl auch für die Dividendenausschüttungsquote in Aussicht. "In den nächsten Jahren wollen wir über 25 Prozent gehen", so Struzl.

Die Pläne für eine Werkserrichtung in Brasilien habe RHI aufgrund der Stahl-Importzölle vorerst auf Eis gelegt. "Wir versuchen, an hochwertige Rohstoffe heranzukommen, und führen Gespräche mit möglichen Partnern", sagte Struzl.