Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ThyssenKrupp-Vorstand

Freitag, 30. November 2012, 18:54 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die Staatsanwaltschaft Essen hat ein Ermittlungsverfahren gegen ThyssenKrupp-Vorstand Jürgen Claassen im Zusammenhang mit Luxusreisen eingeleitet.

"Wir ermitteln seit einer Woche", sagte Oberstaatsanwalt Wilhelm Kassenböhmer am Freitag der Onlineausgabe der "Financial Times Deutschland". Die Strafverfolger hätten die Ermittlungen aufgenommen, nachdem die Presse über Luxusreisen mit Journalisten berichtet hatte, hieß es in dem Bericht. Das Landeskriminalamt habe einen Anfangsverdacht bejaht.

Der Konzern erklärte, er habe die in einer Zeitung erhobenen Vorwürfe zum Anlass für eine interne Untersuchung genommen. "Wir sind heute darüber informiert worden, dass die Staatsanwaltschaft Essen ebenfalls diese Vorwürfe prüft", teilte ThyssenKrupp am Freitagabend mit. Claassen soll Presseberichten zufolge mehrfach Journalisten zu Luxusreisen eingeladen haben, deren geschätzter Wert zum Teil bei 15.000 Euro lag.