DBAG-Aktionäre bekommen nach Coperion-Verkauf mehr Dividende

Freitag, 30. November 2012, 18:55 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Der börsennotierte Finanzinvestor DBAG will die Dividende nach dem erfolgreichen Ausstieg beim Maschinenbauer Coperion um die Hälfte erhöhen.

Die Aktionäre der Deutschen Beteiligungs-AG (DBAG) sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 (zum 31. Oktober) 1,20 Euro je Aktie erhalten, wie das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte. Je 80 Cent davon werden als Sonderdividende gezahlt, weil die DBAG ihren Einsatz beim Verkauf von Coperion vervierfacht hat. Der Drogerieunternehmer Dirk Roßmann kassiert damit als größter Aktionär der DBAG allein 4,1 Millionen Euro Dividende. Für das vorangegangene Jahr hatte die DBAG insgesamt 80 Cent je Aktie ausgeschüttet. Die Dividendenerhöhung trieb die Aktie am Freitag um 1,4 Prozent nach oben.

Die DBAG hatte Coperion im Oktober für 408 Millionen Euro an den US-Konzern Hillenbrand verkauft. Die Stuttgarter Firma, bei der die DBAG fünf Jahre zuvor eingestiegen war, stellt unter anderem Schüttgutförderanlagen und Maschinen zur Verarbeitung von Kunststoffen, Chemikalien und Lebensmitteln in Pulver- und Granulatform her.

Der Gewinn machte die Einbußen bei anderen Beteiligungen wie dem Holzmaschinenbauer Homag mehr als wett. Auf Homag musste die DBAG wegen des Kursrückgangs der Aktie im vierten Quartal allein 5,6 Millionen Euro abschreiben. Trotzdem erzielte der Finanzinvestor unter dem Strich 2011/12 einen Nettogewinn von 44,5 Millionen Euro - nach einem Verlust von 16,6 Millionen Euro im Jahr davor.