Kreise - Keine Sprint-Offerte für Telekom-Wunschpartner MetroPCS

Dienstag, 4. Dezember 2012, 08:01 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Deutsche Telekom kann bei der geplanten Fusion von T-Mobile USA mit dem kleineren Mobilfunkanbieter MetroPCS möglicherweise aufatmen.

Sprint Nextel will Kreisen zufolge kein Gegengebot für MetroPCS mehr vorlegen, wie drei mit den Überlegungen vertraute Personen am Montag sagten. Sprint gehe davon aus, dass eine entsprechende Offerte die wettbewerbsrechtlichen Verfahren bei der Übernahme durch den japanischen Mobilfunkkonzern Softbank erschweren könnten.

Softbank gab im Oktober bekannt, sich für 20 Milliarden Dollar die Mehrheit am drittgrößten US-Mobilfunkbetreiber Sprint zu sichern. Sprint spielt Kreisen zufolge bereits seit mehreren Wochen die Möglichkeit durch, ein Angebot für MetroPCS vorzulegen und damit die Telekom zu überbieten. Der Bonner Konzern will seine kriselnde Tochter T-Mobile USA mit MetroPCS zusammenlegen - die Telekom soll danach 74 Prozent an dem neuen Unternehmen halten, die bisherigen MetroPCS-Aktionäre sollen 26 Prozent der Anteile sowie 1,5 Milliarden Dollar in bar bekommen.

 
People talk on their cell phones as passers-by walk past a Sprint store in New York, October 15, 2012. REUTERS/Keith Bedford